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People Inc. will MGM Resorts komplett übernehmen – 18 Milliarden Dollar

Barry Dillers People Inc. legt ein Barangebot für die restlichen MGM-Anteile vor und bewertet den Casinokonzern inklusive Schulden mit 18 Milliarden Dollar.

People Inc. will MGM Resorts komplett übernehmen – 18 Milliarden Dollar

Barry Dillers People Inc. hat ein Angebot zur vollständigen Übernahme des US-Casinokonzerns MGM Resorts unterbreitet. Das Unternehmen, das früher unter dem Namen IAC bekannt war, hält bereits 26,1 Prozent der MGM-Anteile und möchte nun die verbleibenden Papiere erwerben. Der unverbindliche Vorschlag sieht einen Kaufpreis von 48,30 US-Dollar je Aktie in bar vor.

Die Gesamtbewertung der Transaktion beläuft sich inklusive Schulden auf 18 Milliarden US-Dollar. Damit handelt es sich um eine der bedeutendsten Übernahmen im US-amerikanischen Glücksspiel- und Entertainmentsektor der jüngeren Zeit. MGM Resorts zählt zu den bekanntesten Casinobetreibern weltweit und betreibt zahlreiche renommierte Hotels und Spielcasinos, vor allem in Las Vegas.

Delisting von der Börse geplant

Sollte der Verwaltungsrat von MGM Resorts dem Angebot zustimmen, würde das Unternehmen von der Börse genommen. MGM würde künftig als privates Unternehmen unter der Kontrolle von People Inc. weitergeführt werden. Ein solcher Schritt – auch als „Going Private" bezeichnet – entzieht das Unternehmen dem öffentlichen Kapitalmarkt und den damit verbundenen Berichtspflichten gegenüber Aktionären und Aufsichtsbehörden.

People Inc., das früher als IAC/InterActiveCorp firmierte, ist ein diversifiziertes Medien- und Technologieunternehmen unter der Führung von Medienmogul Barry Diller. Diller ist eine der bekanntesten Persönlichkeiten der US-amerikanischen Medien- und Unterhaltungsbranche und hat über Jahrzehnte hinweg zahlreiche Unternehmen aufgebaut und transformiert. Die bereits bestehende Beteiligung von 26,1 Prozent an MGM Resorts zeigt, dass People Inc. das Engagement im Casinobereich strategisch ausbauen möchte.

Unverbindlicher Vorschlag – Verwaltungsrat muss zustimmen

Wichtig für Anleger: Bei dem vorgelegten Angebot handelt es sich bislang um einen unverbindlichen Vorschlag. Der Verwaltungsrat von MGM Resorts muss dem Deal erst zustimmen, bevor eine Transaktion zustande kommen kann. Üblicherweise prüft ein unabhängiger Ausschuss des Verwaltungsrats solche Angebote und bewertet, ob der angebotene Preis den fairen Wert für die Aktionäre widerspiegelt.

Für deutsche Privatanleger ist die Entwicklung bei MGM Resorts vor allem deshalb relevant, weil der Konzern an der New Yorker Börse notiert ist und in vielen internationalen Fonds und ETFs vertreten ist. Ein erfolgreiches Delisting würde bedeuten, dass MGM-Aktien nicht mehr öffentlich handelbar wären. Anleger, die MGM-Papiere halten, würden im Falle einer Einigung den angebotenen Preis von 48,30 US-Dollar je Aktie erhalten.

Der Casinomarkt in den USA befindet sich seit Jahren im Wandel – getrieben durch die Expansion des Online-Glücksspiels und die Erholung des stationären Geschäfts nach der Corona-Pandemie. Eine Privatisierung von MGM Resorts unter dem Dach von People Inc. könnte dem Konzern mehr strategische Flexibilität verschaffen, um auf diese Veränderungen zu reagieren, ohne dem kurzfristigen Druck der Kapitalmärkte ausgesetzt zu sein.

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