PepsiCo senkt Preise für Doritos und Lay's um 15 Prozent
Nach massiven Verbraucherprotesten reagiert der US-Konzern mit deutlichen Preissenkungen bei seinen beliebten Snackmarken.

PepsiCo vollzieht eine drastische Kehrtwende in seiner Preisstrategie. Der US-amerikanische Getränke- und Snackhersteller senkt die Preise für seine Kernmarken Lay's Kartoffelchips und Doritos um bis zu 15 Prozent. Diese Maßnahme ist eine direkte Reaktion auf massive Beschwerden von Verbrauchern, die die gestiegenen Preise als unzumutbar empfanden.
Rachel Ferdinando, CEO der US-Lebensmittelsparte von PepsiCo, bestätigte, dass die Konsumenten klar signalisiert hätten, mehr Preis-Leistungs-Verhältnis zu benötigen. Die Preissenkungen basieren auf umfassendem Verbraucherfeedback zur Erschwinglichkeit, das in der zweiten Jahreshälfte 2025 gesammelt wurde. Die neuen Preise sollen bereits diese Woche in den Regalen erscheinen.
Volumenwachstum als Hauptziel
Die strategischen Preissenkungen sollen PepsiCo helfen, das Volumenwachstum im nordamerikanischen Lebensmittelgeschäft wieder anzukurbeln. Im vierten Quartal verzeichnete das Unternehmen einen Volumenrückgang von einem Prozent, nachdem es im Quartal zuvor bereits um vier Prozent gesunken war. CEO Ramon Laguarta betonte in einer Telefonkonferenz, dass die Erschwinglichkeit derzeit die größte Hürde für höhere Ausgaben bei Konsumenten mit niedrigem und mittlerem Einkommen darstelle.
Die höheren Lebensmittelpreise beschäftigen Verbraucher seit der Covid-19-Pandemie. Lebensmittelkonzerne hatten ihre Preise kontinuierlich erhöht, wobei besonders die Snackabteilungen im Fokus standen. Die Hersteller setzten dabei auf die Markentreue ihrer Kunden – eine Strategie, die nun an ihre Grenzen stößt.
Aggressive Kostensenkungsstrategie
PepsiCo befindet sich mitten in einer umfassenden Umstrukturierung. Nach Druck des aktivistischen Investors Elliott Management und mehreren Quartalen schwacher Verkaufszahlen kündigte das Unternehmen im Dezember an, die Anzahl der angebotenen Produkte in den USA um etwa 20 Prozent zu reduzieren. Gleichzeitig wurden Produktionsstätten geschlossen und Stellen abgebaut.
Im Wettbewerb um preissensible Kunden müssen sich Markenartikler zunehmend gegen Eigenmarken behaupten. Große Lebensmittelhändler wie Kroger und Walmart investieren verstärkt in ihre eigenen Produkte. Coca-Cola, der direkte Konkurrent, hat beispielsweise Mini-Dosen zu Preisen von etwa 1,29 Dollar in Convenience Stores eingeführt.
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Neben der Preisanpassung investiert PepsiCo in die Neugestaltung wichtiger Produkte wie Lay's und Tostitos. Das Unternehmen reagiert damit auf Verbraucherpräferenzen für sauberere Inhaltsstoffe, insbesondere angesichts der zunehmenden Nutzung von Medikamenten zur Gewichtsreduktion. Auch das nordamerikanische Getränkegeschäft wird mit präbiotischen Limonaden sowie zuckerarmen und zuckerfreien Getränken aufgefrischt.
Die jüngsten Quartalszahlen fielen besser aus als erwartet. PepsiCo meldete für die drei Monate bis zum 27. Dezember einen Umsatz von 29,34 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die Analystenschätzungen von 28,97 Milliarden Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag mit 2,26 Dollar leicht über den Erwartungen von 2,24 Dollar. Das Unternehmen hält an seiner Jahresprognose für das Kern-Gewinn pro Aktie von fünf bis sieben Prozent fest. Die Aktie legte im vorbörslichen Handel um etwa ein Prozent zu.


