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PepsiCo übertrifft Erwartungen dank boomender zuckerfreier Limonaden

Starke Nachfrage nach zuckerfreien Getränken beflügelt PepsiCos Quartalsumsatz – doch das Snackgeschäft in Nordamerika enttäuscht.

PepsiCo übertrifft Erwartungen dank boomender zuckerfreier Limonaden

Der Getränke- und Snackkonzern PepsiCo hat im zweiten Quartal von der wachsenden Beliebtheit zuckerfreier Limonaden profitiert. Der Umsatz kletterte um 6,4 Prozent auf 24,18 Milliarden Dollar – und übertraf damit die Erwartungen der Analysten, die lediglich mit 23,95 Milliarden Dollar gerechnet hatten.

Trotz des soliden Gesamtergebnisses zeigt sich das Bild im Detail differenzierter. Konzernchef Ramon Laguarta räumte ein, dass die Quartalsergebnisse durch eine Abschwächung im US-amerikanischen Lebensmittel- und Getränkebereich gedämpft wurden. Als Hauptgrund nannte er die angespannten Budgets der Verbraucher, die ihr Kaufverhalten zunehmend einschränken.

Preissenkungen bei Lay's und Doritos zeigen noch keine Wirkung

Besonders das nordamerikanische Snackgeschäft bereitet dem Konzern Sorgen. Um Kunden zurückzugewinnen, hatte PepsiCo die Preise für populäre Marken wie Lay's und Doritos bereits gesenkt. Dennoch sank der organische Umsatz im nordamerikanischen Lebensmittelsegment um rund zwei Prozent – die Maßnahmen zeigen bislang also noch keine durchschlagende Wirkung.

Für Privatanleger ist dieser Punkt besonders relevant: Der Preisdruck im Snackbereich verdeutlicht, wie stark das Konsumklima in den USA derzeit auf die Margen etablierter Markenkonzerne drückt. Verbraucher greifen vermehrt zu günstigeren Alternativen oder schränken ihren Konsum insgesamt ein.

Jahresprognose bleibt unverändert – Kerngewinn je Aktie im Fokus

Trotz der gemischten Signale hält der PepsiCo-Vorstand an seinen Jahreszielen fest. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet das Management weiterhin mit einem organischen Umsatzwachstum zwischen zwei und vier Prozent. Beim Kerngewinn je Aktie peilt der Konzern ein währungsbereinigtes Plus von vier bis sechs Prozent an.

Im abgelaufenen zweiten Quartal lag der Kerngewinn je Aktie bei 2,20 Dollar. Die Bestätigung der Jahresprognose dürfte Anleger beruhigen, da sie Stabilität und Planungssicherheit signalisiert – trotz des herausfordernden Konsumumfelds in Nordamerika.

Für Investoren bleibt PepsiCo damit ein klassisches Beispiel eines defensiven Konsumgüterkonzerns: Das Unternehmen profitiert von starken Marken und einem breiten Produktportfolio, steht aber gleichzeitig vor der Herausforderung, in einem preissensiblen Marktumfeld Wachstum zu generieren. Die Entwicklung im zuckerfreien Getränkesegment zeigt dabei, dass gezielte Produktinnovationen auch in schwierigen Zeiten Wachstumsimpulse liefern können.

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