Pershing Square USA bricht beim Börsendebüt um 18% ein
Bill Ackmans geschlossener Hedgefonds PSUS enttäuschte am ersten Handelstag mit einem Kursverlust von 18 Prozent.

Bill Ackmans neu börsennotierter Hedgefonds Pershing Square USA (PSUS) hat seinen ersten Handelstag mit einem herben Verlust beendet. Die Aktie schloss bei 40,93 Dollar – ein Minus von 18 Prozent gegenüber dem Emissionspreis von 50 Dollar. Im Tagesverlauf fiel der Kurs zeitweise sogar um bis zu 19 Prozent auf 40,33 Dollar.
Der Börsengang markierte das öffentliche Debüt von Ackman, einer der bekanntesten Hedgefonds-Legenden der Wall Street. Pershing Square USA ist als geschlossener Fonds strukturiert und wird unter dem Tickersymbol PSUS an der New York Stock Exchange gehandelt. Parallel dazu notiert die Asset-Management-Sparte des Unternehmens unter dem Kürzel PS.
Ackmans Vision: Hedgefonds für jedermann
Ackman hatte den Börsengang als demokratischen Zugang zur Welt des Hedgefonds-Managements beworben – ohne die üblichen Performance-Gebühren, die institutionellen Anlegern vorbehalten sind. „Hedgefonds sind gewissermaßen dafür bekannt, Geld für reiche Leute zu verwalten. Und jetzt haben wir die Möglichkeit, dass jemand mit 50 Dollar ein langfristiger Aktionär sein kann", sagte er gegenüber dem US-Sender CNBC.
Ackman betonte dabei ausdrücklich, dass Privatanleger bei diesem Börsengang bevorzugt behandelt wurden: „Normalerweise werden Privatanleger massiv gekürzt, während Institutionen bevorzugt werden. Wir haben das Gegenteil getan." Die doppelte Notierung an der New York Stock Exchange spiegele das Bestreben wider, Asset Management für Privatanleger zugänglich zu machen.
Ackman hat sich wiederholt zu seinen Ambitionen geäußert, einen Fonds nach dem Vorbild von Warren Buffetts Berkshire Hathaway aufzubauen – ein langfristig ausgerichtetes Vehikel, das auch Kleinanlegern offensteht. Der enttäuschende Börsenstart dürfte diese Ambitionen vorerst dämpfen.
Starke Langzeitrendite, schwacher Börsenstart
Trotz des schwachen Debüts kann Pershing Square auf eine beeindruckende Erfolgsbilanz verweisen. Laut Investorenunterlagen erzielte der Fonds von 2004 bis Ende 2025 eine Nettorendite von 2.644 Prozent. Zum Vergleich: Der S&P 500 legte im gleichen Zeitraum lediglich 836 Prozent zu.
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Zur AktienanalyseDas Portfolio von Pershing Square umfasst namhafte Technologiegiganten wie Alphabet, Amazon und Meta. Darüber hinaus hält der Fonds Beteiligungen an Freddie Mac, Fannie Mae, Hertz und Uber – eine Mischung aus Wachstumswerten und Sondersituationen, die für Ackmans Investmentstil typisch ist.
Weniger dramatisch verlief der erste Handelstag für die PS-Aktie, die die Asset-Management-Gesellschaft selbst repräsentiert. Sie eröffnete bei 25 Dollar und schloss bei 22,67 Dollar – ein Minus von knapp 6 Prozent. Damit blieb der Rückgang deutlich moderater als beim geschlossenen Fonds PSUS.
Für deutsche Privatanleger ist der Fall Pershing Square USA ein anschauliches Beispiel dafür, wie selbst prominente Namen und starke historische Renditen keinen reibungslosen Börsenstart garantieren. Geschlossene Fonds handeln häufig mit einem Abschlag auf ihren Nettoinventarwert – ein strukturelles Merkmal, das Anleger bei ihrer Bewertung berücksichtigen sollten.

