ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Perus Zentralbank warnt: El Niño erhöht Inflationsrisiken deutlich

Chefökonom Adrian Armas sieht gestiegene Inflationsrisiken durch ein stärkeres El-Niño-Ereignis und revidiert Wachstumsprognosen nach unten.

Perus Zentralbank warnt: El Niño erhöht Inflationsrisiken deutlich

Die peruanische Zentralbank schlägt Alarm: Chefökonom Adrian Armas warnte am Freitag auf einer Konferenz, dass die Inflationsrisiken für Peru gestiegen sind. Grund dafür ist die zunehmende Wahrscheinlichkeit eines stärkeren El-Niño-Ereignisses, das die wirtschaftliche Entwicklung des Landes erheblich belasten könnte.

Trotz der erhöhten Risiken hält die Zentralbank an ihrer Inflationsprognose für 2026 fest. Demnach wird die Inflation im Jahr 2026 bei 3,8% erwartet – und damit noch oberhalb des offiziellen Zielkorridors von 1% bis 3%. Erst Anfang 2027 rechnet Armas damit, dass die Inflation wieder in diesen Zielbereich zurückkehren wird.

El Niño bremst Perus Wirtschaftswachstum

Besonders deutlich wird der Einfluss des Wetterphänomens beim Blick auf die Wachstumsprognosen. Für das laufende Jahr erwartet die Zentralbank ein Wirtschaftswachstum von 3,4%. Ohne den negativen Einfluss von El Niño hätte das Wachstum laut Armas jedoch 4,1% erreicht – ein Unterschied von fast einem Prozentpunkt, der die wirtschaftliche Schlagkraft des Klimaphänomens verdeutlicht.

El Niño ist ein periodisch auftretendes Klimaphänomen im Pazifik, das in Südamerika regelmäßig zu extremen Wetterereignissen führt. In Peru äußert sich El Niño häufig durch starke Regenfälle, Überschwemmungen und Erdrutsche, die Infrastruktur, Landwirtschaft und Versorgungsketten empfindlich treffen können. Diese Störungen wirken sich direkt auf die Preise von Lebensmitteln und anderen Gütern aus – und damit auf die Inflation.

Inflation über dem Zielkorridor – Rückkehr erst 2027 erwartet

Für deutsche Anleger und Beobachter der Schwellenmärkte ist die Situation in Peru ein anschauliches Beispiel dafür, wie stark Klimarisiken makroökonomische Kennzahlen beeinflussen können. Zentralbanken in rohstoff- und agrarabhängigen Volkswirtschaften stehen vor der besonderen Herausforderung, dass externe Schocks wie Wetterphänomene kaum durch geldpolitische Maßnahmen abgefedert werden können.

Die Tatsache, dass die peruanische Zentralbank die Rückkehr in den Zielkorridor erst für Anfang 2027 prognostiziert, zeigt, wie hartnäckig die inflationären Auswirkungen eines stärkeren El-Niño-Ereignisses sein können. Zentralbanken weltweit beobachten solche Entwicklungen genau, da sie Hinweise auf die Wechselwirkungen zwischen Klimawandel und Preisstabilität liefern.

Peru zählt zu den bedeutendsten Volkswirtschaften Südamerikas und ist ein wichtiger Produzent von Rohstoffen wie Kupfer, Gold und Silber. Störungen der wirtschaftlichen Aktivität durch El Niño können daher auch Auswirkungen auf globale Rohstoffmärkte haben – ein Aspekt, den internationale Investoren im Blick behalten sollten.

Peru ZentralbankEl Niño InflationPeru Inflation 2026Adrian ArmasPeru WirtschaftswachstumSchwellenländer InflationKlimarisiken Wirtschaft

Disclaimer