Pfizer erwartet schwächeren Gewinn 2026
Rückgang bei COVID-Produkten und Patentabläufe belasten Prognose

Pfizer hat am Dienstag eine Gewinnprognose für das Jahr 2026 vorgelegt, die unter den Erwartungen der Analysten liegt. Der US-Pharmakonzern rechnet damit, dass die Erlöse aus COVID-19-Produkten deutlich zurückgehen werden. Zusätzlich belastet der Verlust der Marktexklusivität bei mehreren Medikamenten die künftige Umsatzentwicklung. Die Prognose wurde von Investoren aufmerksam verfolgt, da sie Aufschluss darüber geben sollte, ob die eingeleiteten Sparmaßnahmen sowie neue Produkte die rückläufigen pandemiebezogenen Einnahmen ausgleichen können.
Für das kommende Jahr erwartet Pfizer einen bereinigten Gewinn zwischen 2,80 und 3,00 US-Dollar je Aktie. Damit liegt die Spanne unter der durchschnittlichen Analystenschätzung von 3,05 US-Dollar. Der Umsatz soll sich 2026 zwischen 59,5 und 62,5 Milliarden US-Dollar bewegen und bleibt damit ebenfalls leicht unter den Markterwartungen. Das Unternehmen beziffert den erwarteten Umsatzrückgang bei COVID-19-Produkten im Vergleich zu 2025 auf rund 1,5 Milliarden US-Dollar.
Einen weiteren Belastungsfaktor stellt der Verlust der Exklusivrechte auf bestimmte Produkte dar. Pfizer rechnet dadurch im Jahr 2026 mit zusätzlichen Umsatzeinbußen von etwa 1,5 Milliarden US-Dollar. Um auf den starken Rückgang der pandemiebedingten Erlöse zu reagieren, hat der Konzern ein umfassendes Kostenreduktionsprogramm gestartet. Bis 2027 sollen dadurch Einsparungen von mehr als 7,7 Milliarden US-Dollar erzielt werden.
Gleichzeitig passt Pfizer seine Erwartungen für das laufende Jahr an. Die Umsatzprognose für 2025 wurde auf rund 62 Milliarden US-Dollar gesenkt, nachdem zuvor eine Spanne von 61 bis 64 Milliarden US-Dollar in Aussicht gestellt worden war. Die Prognose für den bereinigten Gewinn im Jahr 2025 blieb unverändert.
Für Forschung und Entwicklung plant das Unternehmen 2026 höhere Ausgaben. Die bereinigten R&D-Kosten sollen zwischen 10,5 und 11,5 Milliarden US-Dollar liegen und damit jeweils etwa 500 Millionen US-Dollar über der Schätzung für 2025. Grund dafür sind unter anderem die Weiterentwicklung eines lizenzierten Antikörpers von 3SBio sowie mehrere klinische Programme aus dem Portfolio von Metsera.
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Zur AktienanalyseIm vergangenen Monat hatte Pfizer die Übernahme von Metsera abgeschlossen, die ein Volumen von bis zu 10 Milliarden US-Dollar erreicht. Mit dem Zukauf verschafft sich der Konzern Zugang zum wachsenden Markt für Adipositas-Therapien. Die Aktien von Pfizer zeigten sich im vorbörslichen Handel leicht fester.


