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Pfizer übertrifft Erwartungen und bestätigt Jahresausblick für 2026

Neuere Produkte und Blockbuster-Medikamente wie Eliquis gleichen schwache Covid-Umsätze aus und treiben das Quartalswachstum an.

Pfizer übertrifft Erwartungen und bestätigt Jahresausblick für 2026

Pfizer hat im ersten Quartal 2026 sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn die Erwartungen der Wall Street übertroffen. Der US-Pharmariese erzielte einen Quartalsumsatz von 14,45 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig bestätigte das Unternehmen seinen Jahresausblick für 2026.

Der Nettogewinn belief sich auf 2,69 Milliarden US-Dollar bzw. 47 Cent pro Aktie. Im Vorjahreszeitraum hatte Pfizer noch 2,97 Milliarden US-Dollar bzw. 52 Cent pro Aktie verdient. Bereinigt um Sonderposten wie Restrukturierungsaufwendungen und Kosten im Zusammenhang mit immateriellen Vermögenswerten erzielte Pfizer einen Gewinn von 75 Cent pro Aktie.

Eliquis und Padcev als Wachstumstreiber

Der Gerinnungshemmer Eliquis erwies sich als einer der stärksten Umsatztreiber des Quartals. Das Medikament erzielte einen Umsatz von 2,17 Milliarden US-Dollar – ein Anstieg von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr und deutlich über den Analystenerwartungen von 1,96 Milliarden US-Dollar. Auch das zielgerichtete Krebsmedikament Padcev überzeugte mit einem Umsatz von 591 Millionen US-Dollar, was einem Zuwachs von 39 Prozent entspricht und die Schätzungen von 542,3 Millionen US-Dollar übertraf.

Pfizers RSV-Impfstoff, ein erst kürzlich eingeführtes Produkt, erzielte im ersten Quartal einen Umsatz von 180 Millionen US-Dollar – ein Plus von 37 Prozent gegenüber dem Vorjahr und ebenfalls über den Analystenerwartungen von 145,1 Millionen US-Dollar. Insgesamt wuchs der Umsatz mit kürzlich eingeführten und übernommenen Produkten operativ um 22 Prozent.

Covid-Produkte weiter unter Druck

Deutlich schwächer entwickelten sich hingegen die Covid-Produkte. Der Covid-Impfstoff erzielte lediglich einen Umsatz von 232 Millionen US-Dollar – ein Einbruch von 59 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Analysten hatten mit 445,9 Millionen US-Dollar gerechnet. Die antivirale Pille Paxlovid verzeichnete ebenfalls einen starken Rückgang von 62 Prozent auf 186 Millionen US-Dollar, während Analysten 286,2 Millionen US-Dollar erwartet hatten.

Pfizer hatte bereits zuvor erklärt, dass die sinkenden Covid-Umsätze den Jahresausblick belasten. Die Verkäufe von Covid-Impfstoff und Paxlovid sollen im Jahresvergleich um rund 1,5 Milliarden US-Dollar auf insgesamt 5 Milliarden US-Dollar fallen. Zusätzlich erwartet das Unternehmen einen weiteren Umsatzrückgang von rund 1,5 Milliarden US-Dollar, da bestimmte Produkte ihre Marktexklusivität verlieren.

Ausblick und strategische Investitionen

Für das Gesamtjahr 2026 bestätigte Pfizer seine Prognose: Das Unternehmen erwartet einen bereinigten Jahresgewinn zwischen 2,80 und 3,00 US-Dollar pro Aktie sowie einen Gesamtumsatz von 59,5 bis 62,5 Milliarden US-Dollar. Diese Spanne liegt in etwa auf dem Niveau oder leicht unter dem Umsatz von 2025 in Höhe von 62,6 Milliarden US-Dollar.

Um dem strukturellen Rückgang bei älteren Produkten entgegenzuwirken, setzt Pfizer auf strategische Zukäufe und Pipeline-Investitionen. Zuletzt übernahm der Konzern das Adipositas-Biotechunternehmen Metsera für 10 Milliarden US-Dollar. Zudem konzentriert sich Pfizer in diesem Jahr auf mehrere wichtige Datenveröffentlichungen, darunter Ergebnisse einer Spätphasenstudie zu einem experimentellen zielgerichteten Medikament gegen Lungenkrebs.

Auch im Bereich Patentschutz gab es zuletzt Neuigkeiten: Eine Woche vor den Quartalsergebnissen schloss Pfizer Vergleichsvereinbarungen mit drei Generika-Herstellern ab, die den US-Patentschutz für das Herzmedikament Vyndamax effektiv bis zum 1. Juni 2031 verlängern. Vyndamax ist ein verschreibungspflichtiges Medikament zur Behandlung einer seltenen, schweren Herzerkrankung. Gleichzeitig sieht sich der Pneumokokken-Impfstoff Prevnar einem verstärkten Wettbewerb durch Konkurrenten ausgesetzt.

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