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Pfund Sterling auf Erholungskurs: Britische Wirtschaft wächst

Das britische Pfund verzeichnet nach zwei schwachen Wochen wieder Zugewinne. Positive Wirtschaftsdaten aus Großbritannien stützen die Währung gegenüber Dollar und Euro.

Pfund Sterling auf Erholungskurs: Britische Wirtschaft wächst

Das Pfund Sterling hat am Freitag seine Erholungsrally fortgesetzt und notierte bei 1,3402 US-Dollar, ein Plus von 0,13 Prozent. Auf Wochensicht steuert die britische Währung auf einen Gewinn von 0,3 Prozent zu, nachdem sie zuvor zwei Wochen in Folge Verluste verbuchen musste.

Euro verliert weiter an Boden

Gegenüber dem Euro zeigte sich das Pfund ebenfalls stärker. Die Gemeinschaftswährung gab um 0,06 Prozent auf 86,69 Pence nach und steuert damit auf den fünften wöchentlichen Rückgang in Folge gegenüber dem Sterling zu. Diese Entwicklung unterstreicht die relative Stärke der britischen Währung im europäischen Vergleich.

Britische Wirtschaft überrascht positiv

Die Währungsgewinne werden durch ermutigende Konjunkturdaten untermauert. Das britische Bruttoinlandsprodukt (BIP) verzeichnete im November das stärkste Wachstum seit Juni. Als wesentlicher Treiber erwies sich die Wiederaufnahme der vollen Produktion bei Jaguar Land Rover, nachdem ein Cyberangriff den Autohersteller und seine Zulieferer zeitweise lahmgelegt hatte.

Haushaltsrede ohne negative Folgen

Ökonomen zeigten sich zudem erleichtert, dass die Unsicherheit im Vorfeld der Haushaltsrede von Finanzministerin Rachel Reeves am 26. November die Wirtschaftsleistung nicht so stark beeinträchtigte wie zunächst befürchtet. "Das Pfund erhielt durch die BIP-Daten einen leichten Auftrieb und könnte für weitere Gewinne positioniert sein, falls die optimistischen Daten die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinssenkungen der Bank of England dämpfen sollten", erklärte Matthew Ryan, Leiter der Marktstrategie bei Ebury.

Zwei Zinssenkungen für 2026 erwartet

An den Finanzmärkten preisen Investoren weiterhin nahezu vollständig zwei Zinssenkungen der Bank of England (BoE) um jeweils 0,25 Prozentpunkte in diesem Jahr ein. Allerdings rechnen die Märkte erst ab Juni mit einer vollständigen Reduzierung um 25 Basispunkte. Für die nächste Sitzung der Zentralbank im kommenden Monat sehen Marktteilnehmer nur eine sechsprozentige Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung.

Fokus auf kommende Inflationsdaten

Analysten weisen darauf hin, dass sich Investoren nun verstärkt den Wirtschaftsdaten zuwenden. Der Rückenwind durch die Entspannung der fiskalischen und politischen Risiken in Großbritannien, der das Pfund seit der Haushaltsvorstellung gestützt hatte, lässt nach. Die nächsten wichtigen Inflationsdaten (VPI) für das Vereinigte Königreich werden erst am 21. Januar veröffentlicht und dürften neue Impulse für die Währungsentwicklung liefern.

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