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Pfund Sterling erreicht Jahreshoch – Analysten warnen vor Trendwende

Das britische Pfund hat in dieser Woche deutlich zugelegt und notiert im Bereich von 1,36 bis 1,37 US-Dollar. Analysten der ING sehen darin jedoch bereits das Jahreshoch und warnen vor politischen Risiken.

Pfund Sterling erreicht Jahreshoch – Analysten warnen vor Trendwende

Das britische Pfund zeigt sich in dieser Woche überraschend stark und hat gegenüber dem US-Dollar deutlich zugelegt. Nach Einschätzung von Chris Turner, Analyst bei der niederländischen ING-Bank, liegt der Grund für die robuste Performance in der Auflösung großer Short-Positionen, die durch den jüngsten Dollar-Abverkauf offengelegt wurden.

Jahreshoch bereits erreicht

Turner geht davon aus, dass die aktuellen Niveaus von GBP/USD im oberen Bereich von 1,36 bis zum unteren Bereich von 1,37 US-Dollar sowohl das Quartals- als auch möglicherweise das Jahreshoch darstellen. Vermögensverwalter hatten zuvor erhebliche Wetten gegen das Pfund platziert, die nun eingedeckt werden mussten.

Politische Unsicherheit belastet

Für die kommenden Monate sieht die ING erhebliche politische Risiken für das Pfund. Eine entscheidende Nachwahl am 26. Februar könnte zum Wendepunkt werden. Sollte die Labour Party ihren Sitz an die Reform-Partei verlieren, würde dies den Druck auf Premierminister Keir Starmer massiv erhöhen.

Die Spekulationen über einen möglichen Führungswechsel könnten sich nach den Kommunalwahlen im Mai weiter intensivieren. Eine solche politische Unsicherheit würde das Pfund belasten und könnte die jüngsten Kursgewinne schnell zunichtemachen.

Zusätzlicher Druck von Anleihemärkten

Neben den politischen Risiken bleibt Sterling auch anfällig für Turbulenzen an den internationalen Anleihemärkten. Besonders Entwicklungen in Japan und den Vereinigten Staaten könnten das Pfund unter Druck setzen.

Die ING-Analysten betonen, dass sich das britische Pfund der Obergrenze seiner mehrquartaligen Handelsspanne nähert. Ein nachhaltiger Ausbruch nach oben erscheint angesichts der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unwahrscheinlich. Anleger sollten sich auf eine mögliche Korrektur in den kommenden Wochen einstellen.

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