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Pfund Sterling gewinnt gegenüber Euro und Dollar an Stärke

Die britische Währung profitiert von einer verbesserten Risikostimmung an den globalen Finanzmärkten.

Pfund Sterling gewinnt gegenüber Euro und Dollar an Stärke

Das Pfund Sterling hat gegenüber dem Euro und dem US-Dollar zugelegt. Hintergrund ist eine spürbar verbesserte Risikostimmung an den internationalen Finanzmärkten. Anleger zeigen sich wieder risikofreudiger, was der britischen Währung Auftrieb verleiht.

Marktbeobachter verweisen darauf, dass die Ereignisse im Nahen Osten die Märkte weniger stark belastet haben als zunächst befürchtet. Die anfänglichen Sorgen erwiesen sich offenbar als übertrieben, was das Vertrauen der Investoren schrittweise zurückgebracht hat. Der britische Dienstleistungssektor zeigte sich dabei widerstandsfähiger als erwartet.

Einkaufsmanagerindex stützt das Pfund

Der S&P Global Einkaufsmanagerindex für Großbritanniens Dienstleistungssektor lieferte positive Signale. Solide Daten aus diesem wichtigen Wirtschaftsbereich stützen die Einschätzung, dass die britische Wirtschaft robuster aufgestellt ist als zuletzt befürchtet. Für Devisenmärkte sind solche Frühindikatoren ein wichtiger Orientierungspunkt.

Experten des globalen Finanzdienstleisters Ebury beobachten die Entwicklung genau. Der Chefökonom des Unternehmens sieht in der aktuellen Bewegung des Pfunds ein Zeichen für wiedergewonnenes Vertrauen in die britische Wirtschaft. Die verbesserte Risikostimmung spielt dabei eine zentrale Rolle.

Hintergrund: Pfund unter Druck

Das Pfund Sterling hatte in den vergangenen Monaten unter erheblichem Druck gestanden. Geopolitische Unsicherheiten, insbesondere die Ereignisse im Nahen Osten, sowie Sorgen um die globale Konjunktur hatten zu einem anfänglichen Vertrauensverlust geführt. Viele Marktteilnehmer hatten die Risiken für die britische Wirtschaft zunächst höher eingeschätzt.

Für deutsche Anleger und Unternehmen mit Geschäftsbeziehungen nach Großbritannien ist die Entwicklung des Pfunds von direkter Relevanz. Wechselkursbewegungen zwischen Euro und Pfund beeinflussen Import- und Exportpreise sowie die Renditen britischer Anlagen in Euro gerechnet. Eine Stärkung des Pfunds verteuert britische Produkte für europäische Käufer, verbessert aber gleichzeitig die Erträge aus britischen Investments für Euro-Anleger.

Die aktuelle Erholung des Pfunds spiegelt eine breitere Verschiebung der Marktstimmung wider. Ob sich dieser Trend fortsetzt, hängt maßgeblich von weiteren Konjunkturdaten aus Großbritannien sowie von der globalen geopolitischen Lage ab. Anleger beobachten die Entwicklungen im Nahen Osten und deren Auswirkungen auf die Risikobereitschaft weiterhin aufmerksam.

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