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Pfund unter Druck: Green Party gewinnt Labour-Hochburg in Manchester

Ein überraschender Nachwahl-Sieg der Grünen in Gorton und Denton belastet das britische Pfund spürbar.

Pfund unter Druck: Green Party gewinnt Labour-Hochburg in Manchester

Das britische Pfund steht am Freitag unter Druck, nachdem die Green Party einen bedeutenden Nachwahl-Sieg errungen hat. Der Wahlkreis Gorton und Denton in Manchester galt bislang als sichere Labour-Hochburg – der Verlust an die weiter links stehenden Grünen trifft die Regierung von Premierminister Keir Starmer politisch empfindlich.

Am Devisenmarkt reagierten Händler prompt: Das Pfund Sterling legte gegenüber dem US-Dollar bis 09:34 Uhr GMT nur minimal um 0,04 Prozent auf 1,3491 zu. Der Euro gewann gegenüber dem Pfund 0,03 Prozent und notierte bei 0,8752 – ein Zeichen für die wachsende Nervosität der Marktteilnehmer.

Der Hintergrund: Entwicklungen, die Starmers Machtposition schwächen, haben das Pfund zuletzt wiederholt belastet. Ein Erstarken der Green Party könnte zudem die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass ein künftiger Labour-Nachfolger politisch weiter links agiert – was Märkte als wirtschaftspolitisches Risiko einpreisen.

Mehrere Risikofaktoren belasten das Pfund

Die niederländische Großbank ING behält ihre bullishe Einschätzung für das Währungspaar EUR/GBP bei. Analysten sehen gleich mehrere Belastungsfaktoren für das Pfund:

  • Politische Unsicherheit rund um die Regierung Starmer
  • Fiskalische Bedenken im Vorfeld der Haushaltsbekanntgabe in der kommenden Woche
  • Eine taubenhafte Ausrichtung bei der Markteinpreisung der Bank of England

ING geht davon aus, dass die Bedingungen für einen Anstieg von EUR/GBP über die Marke von 0,880 weiterhin bestehen. Genau dort liegt das Währungspaar derzeit in den kurzfristigen Schätzungen der Bank – was weiteres Aufwärtspotenzial für den Euro gegenüber dem Pfund signalisiert.

Für deutsche Anleger mit Engagements in britischen Wertpapieren oder Währungspositionen bleibt die Lage damit angespannt. Die Kombination aus innenpolitischem Druck, bevorstehenden Haushaltsentscheidungen und einer möglicherweise lockerer agierenden Bank of England dürfte das Pfund kurzfristig anfällig halten.

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