Pimco setzt auf US-Hypothekenpapiere – Regierung stützt Markt
Der weltgrößte Anleihenmanager Pimco bleibt bei US-Hypothekenpapieren optimistisch. Die staatlichen Maßnahmen zur Senkung der Wohnkosten könnten die Spreads weiter reduzieren und die Zinsen drücken.

Pacific Investment Management Co (Pimco), einer der weltweit größten Anleihenmanager, hält trotz hoher Zinsen an seiner bullischen Strategie bei US-Hypothekenpapieren fest. Das Unternehmen sieht in den jüngsten Regierungsmaßnahmen zur Senkung der Wohnkosten einen zusätzlichen Katalysator für diese Anlageklasse.
Staatliche Intervention als Rückenwind
"Wir sind definitiv der Meinung, dass dies die Zinssätze senken und den Spread auf hypothekenbesicherte Wertpapiere reduzieren könnte", erklärte Daniel Ivascyn, Chief Investment Officer bei Pimco, gegenüber Bloomberg News. Das Unternehmen hat seine Positionen in Hypothekenschulden bereits das gesamte Jahr 2025 übergewichtet und betrachtet die Regierungsankündigung als weiteren positiven Impuls.
Ivascyn betonte, dass die Regierungsmaßnahmen zwar nicht der Hauptgrund für die Übergewichtung waren, aber "immer ein potenzieller Katalysator für eine aggressivere Spread-Verengung" darstellten. Die Trump-Administration zeige sich bei der Nutzung staatlicher Bilanzen sehr kreativ, um den Hypothekenmarkt zu stützen.
Hohe Zinsen belasten Immobilienmarkt
Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen, die maßgeblich die festen Hypothekenzinsen für 30-jährige Laufzeiten beeinflusst, lag im Großteil des vergangenen Jahres über 4 Prozent. Dies erschwerte die Bemühungen der Regierung, Immobilienkredite erschwinglicher zu gestalten. Sollten die langfristigen Zinsen weiter steigen, könnte die Administration laut Ivascyn zusätzliche Maßnahmen ergreifen: "Sie haben sicherlich auch das Potenzial, direkte Duration-Käufe zu tätigen."
Strukturelle Probleme bleiben bestehen
Trotz der positiven kurzfristigen Aussichten warnt Ivascyn vor grundlegenden Herausforderungen am Wohnungsmarkt. "Das langfristige Problem ist, dass wir im Verhältnis zur Anzahl der Haushalte zu wenige Wohnungen haben", sagte der Pimco-Manager. Die einzige nachhaltige Lösung sei eine Erhöhung des Wohnungsbestands.
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Zur AktienanalyseAttraktive Bewertungen trotz Spread-Verengung
Aus Sicht von Pimco waren Hypothekenpapiere bereits vor den Regierungsmaßnahmen attraktiv bewertet. "Obwohl sich Hypotheken im Verhältnis zu Unternehmensanleihen verengt haben, sehen sie immer noch vernünftig attraktiv aus", erklärte Ivascyn. Diese Einschätzung unterstreicht die Überzeugung des Anleihenmanagers, dass die Anlageklasse auch unter Berücksichtigung der jüngsten Kursentwicklung Potenzial bietet.
Für deutsche Anleger bedeutet dies, dass US-Hypothekenpapiere trotz des höheren Zinsumfelds weiterhin interessante Renditechancen bieten könnten, insbesondere wenn die staatlichen Interventionen die gewünschte Wirkung zeigen.


