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PJM-Stromnetz in den USA nahe historischem Winterrekord

Strombedarf könnte Freitag 141 Gigawatt erreichen – Rechenzentren treiben Nachfrage

PJM-Stromnetz in den USA nahe historischem Winterrekord

Der Strombedarf im größten US-Stromnetz PJM Interconnection wird am Freitag voraussichtlich einen Höchststand von etwa 141 Gigawatt (GW) erreichen. Damit nähert sich das Netz dem bisherigen Winterrekord von 143,7 GW, der im Januar 2025 aufgestellt wurde. Die PJM reguliert den Stromfluss für 67 Millionen Menschen in 13 Bundesstaaten des Mittleren Westens und der Mittelatlantikregion sowie in Washington, D.C.

Bisher hat der Betreiber einen Schneesturm und zehn Tage eisiger Kälte ohne rotierende Stromausfälle bewältigt. Die Temperaturen lagen diese Woche bei über 0 Grad Fahrenheit (minus 18 Grad Celsius), was zu einem starken Anstieg der Stromnachfrage führte. Gleichzeitig reduzierte die Kälte die Kapazität der Kraftwerke im Versorgungsgebiet.

Rechenzentren als Belastungsfaktor

Die hohe Konzentration von Rechenzentren im PJM-Gebiet trägt erheblich zur steigenden Nachfrage bei. Der Stromverbrauch dieser Anlagen steigt schneller, als das Netz zusätzliche Erzeugungskapazitäten ans Netz bringen kann. Das US-Energieministerium hat Rechenzentren ermutigt, Notstromaggregate zu nutzen, um die Belastung der PJM-Ressourcen zu mindern.

Die Ausfälle der Stromerzeugung im Netz wurden für Freitag auf etwa 15 GW geschätzt, was rund 11 Prozent der gesamten zugesagten Kapazität entspricht. Anfang der Woche hatten die Ausfälle noch 22 GW überschritten. Für das Wochenende werden Ausfälle zwischen 11 GW und 14 GW erwartet.

Entspannung bei Strompreisen

Anfang der Woche hatte PJM noch prognostiziert, dass der allzeitige Winterrekord mit 148 GW gebrochen werden würde. Diese Prognose wurde jedoch nach unten korrigiert, da die Temperaturen in einigen Teilen des Versorgungsgebiets wärmer waren als erwartet.

Am Freitagmorgen lagen die Spot-Großhandelspreise für Strom bei etwa 173 US-Dollar pro Megawattstunde (MWh). Dies liegt deutlich unter den Spitzenwerten von Anfang der Woche, die über 3.000 Dollar pro MWh überschritten hatten. Die PJM sowie die Stromnetze in New York und Neuengland mussten in ihren gesamten Versorgungsgebieten mit überlasteten Hochspannungsleitungen kämpfen.

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