Polen reduziert russische LPG-Importe drastisch
Sanktionen erzwingen Umstellung auf neue Lieferwege und alternative Bezugsquellen

Polen, der größte Importeur von russischem Flüssiggas (LPG) in Europa, wird seine Importe in diesem Jahr voraussichtlich um rund 80 Prozent reduzieren. Grund hierfür sind die westlichen Sanktionen gegen Russland, die aufgrund des Ukraine-Kriegs verhängt wurden. Diese Maßnahme tritt in Kraft, nachdem am 20. Dezember europäische Sanktionen speziell für russisches LPG implementiert wurden. Laut Angaben der polnischen LPG-Vereinigung (POGP) sollen die Importe von etwa 100.000 Tonnen pro Monat im Jahr 2024 auf rund 20.000 Tonnen pro Monat im Jahr 2025 sinken.
Die Sanktionen schließen bestimmte Arten von LPG aus, wie Butan und Isobutan, die hauptsächlich als Rohstoffe für die Produktion anderer petrochemischer Produkte genutzt werden. Andere LPG-Typen, die überwiegend als Kraftstoff für Autos und Heizsysteme verwendet werden, sind jedoch von den Einschränkungen betroffen. Um den erwarteten Engpass auszugleichen, plant Polen, die Importe über seine Häfen sowie den Straßentransport aus Ländern wie Deutschland und den Niederlanden zu steigern.
Daten des LSEG-Ship-Tracking-Systems zeigen, dass Polen bereits im Jahr 2024 die seeseitigen LPG-Importe um fünf Prozent auf 1,14 Millionen Tonnen erhöht hat, da das Land die Sanktionen im Voraus erwartete. Gleichzeitig haben sich die Lieferungen aus den Vereinigten Staaten und Großbritannien erheblich gesteigert, während die seeseitigen Importe aus Schweden zurückgingen.
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Zur AktienanalyseDie polnische Regierung sieht in der Diversifizierung ihrer LPG-Lieferquellen eine Möglichkeit, die Abhängigkeit von russischen Energieressourcen zu reduzieren. Dies spiegelt die breitere europäische Strategie wider, sich unabhängiger von russischen Energieexporten zu machen und die Versorgungssicherheit in der Region zu gewährleisten. Die Maßnahmen zielen darauf ab, die wirtschaftlichen Auswirkungen der Sanktionen auf Russland zu verstärken und gleichzeitig die eigenen Energiemärkte zu stabilisieren.


