Pony.ai verdoppelt Robotaxi-Flotte und startet in Zagreb
Der chinesische Autonomfahrt-Pionier Pony.ai expandiert aggressiv nach Europa und plant den ersten kommerziellen Robotaxi-Dienst auf dem Kontinent.

Pony.ai, eines der führenden chinesischen Unternehmen für autonomes Fahren, plant eine massive Erweiterung seiner Robotaxi-Flotte auf mehr als das Doppelte der aktuellen Größe. Besonders bemerkenswert: Fast die Hälfte der neuen Fahrzeuge soll auf internationalen Märkten eingesetzt werden. Als erstes europäisches Ziel hat das Unternehmen die kroatische Hauptstadt Zagreb auserkoren.
In Zagreb will Pony.ai den ersten kommerziellen Robotaxi-Dienst in Europa etablieren. Das kroatische Startup Verne übernimmt dabei die Verwaltung der Flotte sowie den laufenden Betrieb vor Ort. Der Dienst soll in eine bestehende Ride-Hailing-Plattform integriert werden und damit für Fahrgäste über eine bekannte Buchungsoberfläche zugänglich sein.
Pony.ai hatte seine internationalen kommerziellen Aktivitäten zunächst in Doha, Katar, gestartet und sammelt dort bereits Erfahrungen im Echtbetrieb außerhalb Chinas. Mit dem Zagreb-Start folgt nun der nächste große Schritt in der globalen Expansion. Für europäische Investoren und Beobachter des Mobilitätssektors ist dies ein bedeutendes Signal.
Chinesische AV-Unternehmen drängen auf Weltmärkte
Pony.ai ist dabei nicht allein: Auch WeRide (WRD) und Apollo Go, der Robotaxi-Dienst des chinesischen Technologieriesen Baidu (9888.HK), expandieren aktiv ins Ausland. China hat sich in den vergangenen Jahren zur weltweit führenden Nation in der Technologie für autonomes Fahren entwickelt – sowohl bei der Anzahl der zugelassenen Testfahrzeuge als auch bei der Regulierungsgeschwindigkeit.
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Zur AktienanalyseDie internationale Expansion dieser Unternehmen zeigt, dass chinesische AV-Anbieter zunehmend bereit sind, ihre Technologie auch unter den anspruchsvollen regulatorischen Bedingungen westlicher Märkte zu beweisen. Für Europa bedeutet das Zagreb-Projekt einen ersten Praxistest, der weitreichende Folgen für die Zulassung autonomer Fahrzeuge auf dem Kontinent haben könnte.
Für deutsche Anleger, die den Mobilitätssektor beobachten, unterstreicht diese Entwicklung den wachsenden Wettbewerbsdruck auf europäische und amerikanische Anbieter wie Waymo oder Mercedes-Benz. Die chinesische Offensive im Bereich autonomes Fahren gewinnt damit eine neue, konkrete Dimension.


