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Portoerhöhung bei der Deutschen Post ab 2025

Kosten für Briefe, Postkarten und Pakete steigen deutlich

Portoerhöhung bei der Deutschen Post ab 2025

Die Deutsche Post hat angekündigt, dass das Porto für Briefe und Postkarten zum 1. Januar 2025 erneut erhöht wird. Ein Standardbrief wird ab dem neuen Jahr 95 Cent kosten, was eine Erhöhung von 10 Cent gegenüber dem bisherigen Preis von 85 Cent darstellt. Für eine Postkarte steigt das Porto sogar von derzeit 70 Cent auf ebenfalls 95 Cent. Diese Preisanpassungen begründet die Post mit erheblichen Kostensteigerungen, die unter anderem durch Inflation, steigende Löhne und sinkende Briefmengen verursacht werden.

Zusätzlich zum Standardbrief werden auch die Portokosten für andere Formate angehoben. So wird der Versand eines Kompaktbriefs künftig 1,10 Euro kosten, was einer Erhöhung um 10 Cent entspricht. Der Großbrief verteuert sich von 1,60 Euro auf 1,80 Euro, und für einen Maxibrief werden zukünftig 2,90 Euro anstatt der bisherigen 2,75 Euro fällig. Auch internationale Briefprodukte und Pakete für Privatkunden werden teurer. Beispielsweise steigt das Porto für Pakete bis zu fünf Kilogramm von 6,99 Euro auf 7,69 Euro.

Diese Anpassungen orientieren sich an einem Beschluss der Bundesnetzagentur, die das Porto der Postprodukte regelt und genehmigen muss. In der Vorwoche hatte die Bundesnetzagentur die Obergrenze für Portopreise bis zum Jahr 2026 festgelegt und den Rahmen für einen Anstieg von bis zu 10,5 Prozent gesteckt. Die neuen Tarife der Deutschen Post gelten somit bis Ende 2026.

Die Deutsche Post zeigte sich jedoch unzufrieden mit der festgelegten Preiserhöhung, besonders im Hinblick auf den Standardbrief, der nach wie vor das meistgenutzte Produkt im Briefversand ist. Laut der Post bleibt das Porto in Deutschland trotz der Erhöhung weiterhin unter dem europäischen Durchschnitt, der etwa bei 1,50 Euro für einen Standardbrief liegt. Tobias Meyer, Chef des Mutterkonzerns DHL, äußerte daher Kritik an der Entscheidung der Bundesnetzagentur. Er führte an, dass die letzte Portoerhöhung 2022 nur 4,6 Prozent betrug und angesichts der hohen Inflationsrate in den vergangenen Jahren nicht ausgereicht habe, um die gestiegenen Kosten auszugleichen. Der Konzern sieht daher einen deutlichen Nachholbedarf.

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