ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Post lehnt Verdi-Forderungen strikt ab

Wirtschaftliche Herausforderungen erschweren Verhandlungen über Lohn und Urlaubstage

Post lehnt Verdi-Forderungen strikt ab

Die Deutsche Post hat die Forderungen der Gewerkschaft Verdi vor Beginn der Tarifverhandlungen als unrealistisch zurückgewiesen. Verdi verlangt unter anderem eine Lohnerhöhung um sieben Prozent und zusätzliche Urlaubstage für die Beschäftigten. Ein Sprecher der Post betonte, dass solche Forderungen nicht mit den aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vereinbar seien. Insbesondere die begrenzten Möglichkeiten zur Erhöhung des Briefportos, die von der Bundesnetzagentur vorgegeben wurden, schränkten den finanziellen Spielraum des Unternehmens erheblich ein. Zudem müsse der Konzern in den Bereich des rückläufigen Briefgeschäfts investieren, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Die Tarifverhandlungen betreffen rund 170.000 Tarifbeschäftigte und beginnen am Mittwoch. Die Post erklärte, sie strebe ein tragfähiges Ergebnis an, das sowohl die Interessen der Beschäftigten als auch die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens berücksichtige. Der Post-Sprecher hob hervor, dass die Sicherung von Arbeitsplätzen in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld oberste Priorität habe.

Verdi-Verhandlungsführerin Andrea Kocsis rechtfertigte die Forderungen der Gewerkschaft mit den weiterhin hohen Lebenshaltungskosten und der Belastung der Beschäftigten durch steigende Paketmengen und -gewichte. Neben der Lohnerhöhung fordert Verdi drei zusätzliche Urlaubstage für alle Mitarbeiter und einen weiteren Urlaubstag exklusiv für Verdi-Mitglieder. Die Gewerkschaft plädiert zudem für eine Laufzeit des neuen Tarifvertrags von zwölf Monaten.

In der Vergangenheit hatten sich Post und Verdi nach intensiven Warnstreiks im Frühjahr 2023 auf ein Tarifpaket geeinigt, das eine durchschnittliche Lohnerhöhung von 11,5 Prozent vorsah. Die Post hatte daraufhin höhere Portopreise durchsetzen wollen, was jedoch an den Vorgaben der Bundesnetzagentur scheiterte. Erst zum Jahresbeginn 2025 konnte das Unternehmen die Preise für Standardbriefe von 85 auf 95 Cent anheben. Der durchschnittliche Spielraum für Portoerhöhungen bis Ende 2026 liegt jedoch laut Bundesnetzagentur lediglich bei 10,48 Prozent. Die Post kritisierte diese Vorgabe als unzureichend.

Wie die begrenzten Möglichkeiten zur Preisgestaltung und die wirtschaftlichen Herausforderungen des Unternehmens die aktuellen Verhandlungen beeinflussen werden, bleibt abzuwarten.

Deutsche Postver.diArbeitsrechtGewerkschaftenGehaltserhöhung

Disclaimer