Prada prüft weitere Zukäufe
Fokus auf Versace-Sanierung und Chancen bei Armani

Der Modekonzern Prada plant, sein Wachstum weiterhin durch gezielte Übernahmen zu stärken und hat dabei auch den Konkurrenten Giorgio Armani im Blick. In einem Interview erläuterte der designierte Konzernchef Lorenzo Bertelli, man werde mögliche Gelegenheiten sorgfältig prüfen. Das Interesse rührt daher, dass das Modehaus Armani seit dem Tod seines Gründers Giorgio Armani als potenzielles Übernahmeziel gilt. Der Designer hatte testamentarisch eine schrittweise Veräußerung seines Unternehmens vorgesehen. Trotz dieser Vorgaben stellte Bertelli klar, dass es aktuell keinerlei Gespräche mit Armani über eine mögliche Transaktion gebe.
Nach der Übernahme von Versace liegt die Hauptaufmerksamkeit des Konzerns momentan auf der Neuausrichtung dieser Marke. Bertelli betonte, die Sanierung werde Zeit benötigen, doch das Management sei zuversichtlich, Versace wieder auf Erfolgskurs zu bringen. Das Modehaus war erst kürzlich für 1,4 Milliarden Dollar unter das Dach von Prada geholt worden und soll künftig neue Impulse für das Gesamtportfolio liefern. Die Integration der Marke wird damit zu einer zentralen Aufgabe für die kommenden Monate.
Lorenzo Bertelli, derzeit Marketingchef von Prada, bereitet sich zugleich auf eine neue Rolle vor. Nach dem Abschluss der Versace-Transaktion soll er die Führung von Andrea Guerra übernehmen. Die familiengeführte Struktur des Konzerns bleibt damit bestehen: Bertelli ist der Sohn der Designerin Miuccia Prada und von Patrizio Bertelli, der als Verwaltungsratschef fungiert. Diese Konstellation unterstreicht den generationellen Übergang innerhalb des Unternehmens und die langfristige strategische Ausrichtung, die auf organisches Wachstum und gezielte Akquisitionen setzt.
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Zur AktienanalyseWährend Spekulationen über eine mögliche Beteiligung an Armani anhalten, konzentriert sich Prada zunächst auf die Stabilisierung des eigenen Markenportfolios. Die Branche beobachtet die Entwicklung aufmerksam, zumal sich der Markt für Luxusgüter nach einer Phase dynamischen Wachstums zuletzt volatiler gezeigt hat. Ein erfolgreicher Turnaround bei Versace könnte daher entscheidend für die Bewertung künftiger Expansionsschritte sein. Prada verfolgt dabei einen Ansatz, der sowohl Tradition als auch Anpassungsfähigkeit betont und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtet ist.


