Preiserhöhungen 2025: US-Konzerne drehen wieder an der Preisschraube
Levi's, McCormick und andere Unternehmen kündigen neue Preiserhöhungen im hohen einstelligen Bereich an.

Nach einer mehrmonatigen Pause ziehen US-Unternehmen die Preise für Konsumgüter wieder deutlich an. Konzerne wie Levi Strauss und der Gewürzhersteller McCormick haben für Anfang 2025 Preiserhöhungen angekündigt, die von Jeans über Gewürze bis hin zu Haushaltswaren und Industrieprodukten reichen. In einigen Fällen liegen die Steigerungen im hohen einstelligen Prozentbereich.
Die aktuelle Preisrunde folgt auf eine Phase relativer Zurückhaltung im Herbst 2024. Damals hatten viele Unternehmen auf weitere Erhöhungen verzichtet und teilweise sogar Rabatte gewährt, um im wichtigen Weihnachtsgeschäft Kunden anzulocken. Zuvor waren die Preise bereits im Laufe des vergangenen Jahres gestiegen, nachdem US-Zölle die Kosten für importierte Waren in die Höhe getrieben hatten.
Stärkere Erhöhungen als üblich
Obwohl Preisanpassungen zu Jahresbeginn in der Industrie üblich sind, fallen die aktuellen Erhöhungen nach Einschätzung von Experten überdurchschnittlich aus. Alan Detmeister, Ökonom bei der Schweizer Großbank UBS, beobachtet besonders starke Preissteigerungen bei Elektronik, Haushaltsgeräten und anderen langlebigen Konsumgütern im Januar 2025.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseDie Entwicklung betrifft nicht nur große Konzerne, sondern zieht sich durch alle Unternehmensgrößen. Die neue Preisrunde könnte die Inflation in den USA wieder anheizen und damit auch Auswirkungen auf die globalen Märkte haben. Für deutsche Anleger mit Investments in US-Konsumgüterwerte sind diese Entwicklungen von besonderer Relevanz, da höhere Preise zwar die Margen verbessern können, gleichzeitig aber die Kaufkraft der Konsumenten belasten.


