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Preiskämpfe erschüttern Lebensmittelbranche

Markenprodukte verschwinden, Verbraucher konfrontiert mit eingeschränktem Angebot

Preiskämpfe erschüttern Lebensmittelbranche

In der deutschen Lebensmittelbranche herrscht weiterhin Unruhe. Supermärkte und Markenhersteller stehen sich in Preisverhandlungen gegenüber, die oft zu Auslistungen und Lieferboykotts führen. Ein prominentes Beispiel ist der Konflikt zwischen Edeka und Mars, der dazu führte, dass Produkte wie Mars-Schokoriegel oder Whiskas-Tierfutter 18 Monate lang nicht in den Regalen von Edeka zu finden waren. Nun steht eine Einigung bevor, doch die Rückkehr der Produkte in die Supermärkte wird Zeit benötigen. Edeka plant, nur etwa die Hälfte der Mars-Produkte wieder ins Sortiment aufzunehmen und den Rest durch Eigenmarken oder Konkurrenzprodukte zu ersetzen.

Ähnliche Situationen finden sich auch bei anderen großen Lebensmittelhändlern und Markenherstellern. Kaufland beispielsweise hat aufgrund von Preisstreitigkeiten die Bestellung von Dr. Oetker Tiefkühlpizzen eingestellt. Rewe und andere Händler fordern von den Lebensmittelproduzenten Preissenkungen, da die Kosten für Energie und viele Rohstoffe gesunken sind. Die Hersteller argumentieren jedoch, dass ihre Kosten aufgrund des Ukrainekriegs und anderer Faktoren weiterhin hoch seien.

Die Konflikte führen zu Regallücken und einem eingeschränkten Angebot für die Verbraucher. Ein weiteres Beispiel ist der Streit zwischen Kellanova, dem Hersteller von Kellogg’s-Produkten, und großen Supermarktketten wie Edeka und Rewe. Kellanova hat die Belieferung eingestellt, nachdem keine Einigung über Preiserhöhungen erzielt werden konnte. Edeka hat daraufhin Schadenersatzforderungen gegen Kellanova erhoben.

Auch Haribo und Lidl befinden sich in einem Lieferkonflikt, da Lidl die Preiserhöhungen von Haribo nicht akzeptieren wollte. Dies zeigt, dass große Markenhersteller ihre Position nutzen, um höhere Preise durchzusetzen, was zu Spannungen mit den Einzelhändlern führt.

Nicht alle Hersteller können ihre Forderungen durchsetzen. Die Bitburger-Braugruppe musste beispielsweise eine geplante Preiserhöhung zurückziehen. Trotzdem erwarten viele Unternehmen in der Lebensmittelbranche, dass die Preise für Nahrungsmittel und Getränke weiter steigen werden.

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