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Privatanleger werden Millionäre mit Wetten auf Raumfahrt-Aktien

Bevor SpaceX die Branche „cool" machte, verdienten Nerds, Buchhalter und Ingenieure Millionen mit Raumfahrt-Aktien.

Privatanleger werden Millionäre mit Wetten auf Raumfahrt-Aktien

Ein ehemaliger Halbleiter-Ingenieur aus Oregon hat mit Rocket-Lab-Aktien ein Millionenvermögen aufgebaut – und das lange bevor die breite Öffentlichkeit die Raumfahrtbranche als attraktives Investmentfeld entdeckte. Jacob Keeton, 35 Jahre alt, ist damit kein Einzelfall. Laut einem Bericht von MarketWatch haben mehrere Privatanleger – darunter ein „Star Trek"-Fan, ein Buchhalter und ein Ingenieur – durch gezielte Wetten auf Raumfahrtunternehmen Millionen verdient.

Keeton kündigte im vergangenen Jahr seinen Job und unternahm einen 12.000 Meilen langen Roadtrip quer durch Amerika und zurück. Elf Wochen lang fuhr er durch Idaho, Utah, Oklahoma und viele weitere Bundesstaaten und besuchte dabei über ein Dutzend Nationalparks. Doch das eigentliche Ziel seiner Reise war ein ganz bestimmter Ort.

Wallops Island: Ein unscheinbares Stück Land mit großer Bedeutung

Das Ziel von Keetons Reise war ein sechs Quadratmeilen großes Stück Land direkt am Atlantik: Wallops Island in Virginia. Seit Jahrzehnten beherbergt die Insel eine Raketentestanlage der NASA. In jüngerer Zeit wurden dort auch Startrampen für das Luft- und Raumfahrtunternehmen Rocket Lab errichtet – ein Unternehmen, das unter dem Börsenkürzel RKLB gehandelt wird.

Keeton hat nach eigenen Angaben Zehntausende von Rocket-Lab-Aktien angehäuft. Aus von MarketWatch geprüften Broker-Unterlagen geht hervor, dass er damit zum Millionär geworden ist. Sein Engagement geht weit über das bloße Kaufen von Aktien hinaus: Er besucht Raketenstartplätze persönlich, um sich ein eigenes Bild von den Unternehmen zu machen, in die er investiert.

Satellitendaten, Flugzeugtracking und Vor-Ort-Besuche als Recherche-Methoden

Was Keeton und ähnlich gesinnte Privatanleger auszeichnet, ist ihre ungewöhnliche Recherche-Methodik. Laut MarketWatch nutzen diese Investoren Satellitenbilder, verfolgen Flugzeugbewegungen und besuchen Raketenstartplätze, um sich einen Informationsvorsprung gegenüber dem breiten Markt zu verschaffen. Diese Art der intensiven Eigenrecherche erinnert an die Methoden professioneller Hedgefonds-Analysten – angewendet von Privatpersonen mit großer Leidenschaft für die Raumfahrt.

Der Zeitpunkt ihrer Investitionen ist dabei entscheidend: Diese Anleger setzten auf Raumfahrtunternehmen wie Rocket Lab, Jahre bevor ein möglicher SpaceX-Börsengang die gesamte Branche in den Fokus der Mainstream-Investoren rückte. Wer früh dabei war, konnte von den enormen Kursgewinnen profitieren, die mit dem wachsenden Interesse an der kommerziellen Raumfahrt einhergingen.

Raumfahrt als Investmentthema für Privatanleger

Für deutsche Privatanleger ist die Geschichte von Keeton und seinen Mitstreitern ein anschauliches Beispiel dafür, wie tiefes Branchenwissen und echte Leidenschaft für ein Thema zu überdurchschnittlichen Anlageergebnissen führen können. Rocket Lab ist an der US-Börse Nasdaq notiert und damit auch für deutsche Anleger über gängige Broker handelbar.

Die Raumfahrtbranche gilt als eines der dynamischsten Wachstumsfelder der kommenden Jahrzehnte. Unternehmen wie Rocket Lab konkurrieren mit etablierten Playern um lukrative Aufträge für Satellitenstarts und andere kommerzielle Raumfahrtmissionen. Wer – wie Keeton – bereit ist, sich intensiv mit den Unternehmen auseinanderzusetzen, kann laut MarketWatch durchaus außergewöhnliche Renditen erzielen.

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