Private Credit: Wachsende Risiken bei Privatkrediten beunruhigen Anleger
Im Markt für Private Credit häufen sich die Warnsignale – und das schon vor dem jüngsten geopolitischen Schock.

Der Markt für Private Credit gerät zunehmend unter Druck. Die Liste der schlechten Nachrichten wird länger, und bei Privatkrediten brodelt es gewaltig – schon bevor der Iran-Krieg Ende Februar die Lage zusätzlich verschärfte.
Den Anfang machte der US-amerikanische Anbieter privater Kreditfonds Blue Owl. Mitte Februar wurde bekannt, dass das Unternehmen Vermögenswerte im Wert von rund 1,4 Milliarden Dollar veräußern musste. Der Grund: Kunden wollten aus den Blue-Owl-Fonds aussteigen und forderten ihr Kapital zurück.
Rückzahlungen ausgesetzt – Anleger kommen nicht an ihr Geld
Besonders alarmierend ist, dass Blue Owl bei mindestens einem Fonds die Rückzahlungen vollständig ausgesetzt hat. Betroffene Anleger haben damit zumindest vorübergehend keinen Zugriff mehr auf ihr investiertes Kapital. Für Privatanleger ist das ein deutliches Warnsignal.
Private Credit – also Kredite, die nicht über klassische Banken, sondern direkt über Fonds vergeben werden – gilt seit Jahren als attraktive Anlageklasse. Höhere Renditen als bei Anleihen und eine vermeintlich geringe Korrelation zu den Aktienmärkten machten Privatkredite populär. Doch genau diese Illiquidität, die Anleger lange als Vorteil sahen, entpuppt sich nun als Risiko.
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Zur AktienanalyseDie aktuellen Entwicklungen zeigen: Wer in Private-Credit-Fonds investiert, muss sich bewusst sein, dass er im Krisenfall nicht jederzeit an sein Geld kommt. Für deutsche Privatanleger, die über entsprechende Vehikel in diesen Markt eingestiegen sind, sollte die Situation bei Blue Owl als Warnung dienen.


