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Procter & Gamble übertrifft Erwartungen: Umsatz steigt um 7 Prozent

Der Konsumgüterriese meldet starke Quartalszahlen – erstmals seit einem Jahr wächst der Absatz konzernweit wieder.

Procter & Gamble übertrifft Erwartungen: Umsatz steigt um 7 Prozent

Procter & Gamble hat im dritten Geschäftsquartal sowohl beim Gewinn als auch beim Umsatz die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der Nettoumsatz stieg um 7 % auf 21,24 Milliarden US-Dollar. Die Aktie legte im vorbörslichen Handel um rund 4 % zu.

Der dem Unternehmen zuzurechnende Nettogewinn kletterte auf 3,93 Milliarden US-Dollar bzw. 1,63 US-Dollar je Aktie – nach 3,78 Milliarden US-Dollar bzw. 1,54 US-Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Restrukturierungskosten und andere Sondereffekte verdiente P&G 1,59 US-Dollar je Aktie. Der organische Umsatz, der Akquisitionen, Veräußerungen und Währungseffekte ausschließt, stieg um 3 %.

Besonders bedeutsam: Der konzernweite Absatz legte um 2 % zu. Damit verzeichnete Procter & Gamble zum ersten Mal seit einem Jahr wieder ein Absatzwachstum über alle Sparten hinweg. Diese Kennzahl klammert Preiseffekte aus und spiegelt die tatsächliche Verbrauchernachfrage daher genauer wider als der reine Umsatz.

Starke Beauty-Sparte, schwächelnde Gesundheitspflege

Der klare Star des Quartals war die Beauty-Sparte mit Marken wie Olay, Head & Shoulders und Pantene. Hier stieg der Absatz um 5 %, getrieben durch Zuwächse in den Kategorien Körperpflege, Hautpflege und Haarpflege. Auch das Segment Baby-, Damen- und Familienpflege entwickelte sich positiv: Der Absatz wuchs um 3 %, angeführt von einer höheren Nachfrage nach Windeln sowie Familienpflegeprodukten wie Bounty-Papierhandtüchern und Charmin-Toilettenpapier.

Die Sparte Textil- und Haushaltspflege meldete ein Absatzplus von 2 %, das vor allem auf eine gestiegene Nachfrage nach Tide-Waschmittel in Nordamerika zurückzuführen ist. Tide gehört zu den bekanntesten Waschmittelmarken in den USA und ist ein wichtiger Umsatzträger im P&G-Portfolio.

Weniger erfreulich verlief das Quartal für die Bereiche Rasur und Gesundheitspflege. Das Rasur-Segment, das Produkte der Marken Gillette und Venus umfasst, verzeichnete einen Absatzrückgang von 2 %. Auch die Gesundheitspflege – mit Marken wie Oral-B und Vicks – meldete ein Absatzminus von 2 %. Beide Segmente blieben damit hinter dem Konzerntrend zurück.

Hintergrund: Verbraucher sparen bei Alltagsprodukten

Wie viele andere Konsumgüterhersteller hatte auch Procter & Gamble zuletzt mit einer sinkenden Nachfrage zu kämpfen. Verbraucher versuchten, weniger auszugeben und Produkte wie Waschmittel oder Shampoo sparsamer zu verwenden. Das nun wieder positive Absatzwachstum deutet darauf hin, dass sich die Konsumlaune zumindest teilweise erholt hat.

Für das laufende Gesamtjahr bestätigte P&G seine bisherige Prognose. Das Unternehmen erwartet ein Umsatzwachstum zwischen 1 % und 5 % sowie ein Wachstum des Nettogewinns je Aktie im Bereich von 1 % bis 6 %. Für das vierte Geschäftsquartal rechnet P&G allerdings mit einer zusätzlichen Kostenbelastung von 150 Millionen US-Dollar, die laut Unternehmensangaben vor allem auf höhere Transportkosten infolge gestiegener Kraftstoffpreise zurückzuführen ist.

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