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Procter & Gamble verfehlt Umsatzprognose – US-Konsumflaute belastet

Der Konsumgüterriese Procter & Gamble hat im zweiten Quartal die Umsatzerwartungen knapp verfehlt. Schwache Konsumausgaben in den USA, besonders bei Haushaltsprodukten, belasten das Geschäft trotz starker Beauty-Sparte.

Procter & Gamble verfehlt Umsatzprognose – US-Konsumflaute belastet

Procter & Gamble (P&G) hat die Umsatzerwartungen der Wall Street für das zweite Geschäftsquartal leicht verfehlt. Der US-Konsumgüterkonzern erzielte in den drei Monaten bis zum 31. Dezember einen Nettoumsatz von 22,21 Milliarden US-Dollar – ein Plus von nur einem Prozent gegenüber dem Vorjahr. Analysten hatten mit 22,28 Milliarden Dollar gerechnet.

Die Verfehlung geht vor allem auf schwache Konsumausgaben in Schlüsselkategorien wie Waschmittel und Toilettenpapier zurück. Haushalte mit geringerem Einkommen reduzierten ihre Ausgaben selbst für lebensnotwendige Güter angesichts hoher Preise und eines verhaltenen Arbeitsmarkts.

US-Regierungsstillstand verschärft Situation

Ein zusätzlicher Belastungsfaktor war der Regierungsstillstand in den USA – P&Gs größtem Markt. Dieser verzögerte im Oktober und November die Zahlungen für Lebensmittelhilfe und dämpfte die Konsumausgaben zusätzlich. Finanzchef Andre Schulten berichtete, dass die Umsätze in allen Kategorien in den USA infolge des Shutdowns zurückgegangen seien.

Das Absatzvolumen sank im zweiten Quartal um ein Prozent – deutlich unter der typischen Wachstumsrate von drei bis vier Prozent in allen US-Kategorien. "Die Verbraucher befinden sich in Phasen geringerer Sicherheit und sparen manchmal etwas beim Konsum", erklärte Schulten in einer Telefonkonferenz.

Beauty-Sparte als Lichtblick

Einen positiven Akzent setzte die Beauty-Sparte des Konzerns, die etwa 18 Prozent des Gesamtumsatzes ausmacht. Hier stieg das Volumen um drei Prozent, getrieben durch höhere Preise und Produktinnovationen bei Marken wie Pantene und Olay. Die Verbraucher zeigten sich bei Körperpflegeprodukten weiterhin ausgabefreudig.

Das Absatzvolumen sank hingegen in drei der fünf gemeldeten Kategorien. Die Bruttomarge im Kerngeschäft ging das fünfte Quartal in Folge zurück – teilweise bedingt durch Zölle und Investitionen in verschiedene Packungsgrößen für preisbewusste Verbraucher.

Gewinn übertrifft Erwartungen

Trotz der Umsatzverfehlung konnte P&G bei der Profitabilität punkten. Der bereinigte Gewinn pro Aktie lag bei 1,88 US-Dollar und übertraf damit die Analystenerwartungen von 1,86 Dollar. Die Aktie des weltweit größten Konsumgüterherstellers nach Marktkapitalisierung verlor im vorbörslichen Handel dennoch rund ein Prozent.

Jahresprognose bestätigt

Der neue CEO Shailesh Jejurikar, der die Führung am 1. Januar übernahm, bestätigte die Jahresprognosen für Kerngewinn und Umsatz. Das Unternehmen sei auf Kurs, das Jahr trotz des herausfordernden Verbraucher- und geopolitischen Umfelds innerhalb der Zielspannen abzuschließen.

Zollbelastung niedriger als erwartet

P&G erhöhte die Preise im Quartal um etwa ein Prozent über alle Kategorien hinweg, um die Auswirkungen von Importzöllen auszugleichen. Die erwartete zollbedingte Kostenbelastung wurde von ursprünglich 1,0 bis 1,5 Milliarden Dollar auf rund 400 Millionen Dollar reduziert. An dieser Einschätzung hielt das Unternehmen auch am Donnerstag fest.

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