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Procter & Gamble verfehlt Umsatzziel – US-Konsumflaute belastet

Der Konsumgüterriese Procter & Gamble hat im zweiten Quartal die Umsatzerwartungen verfehlt. Schwache Konsumausgaben in den USA und ein Regierungsstillstand belasten das Geschäft.

Procter & Gamble verfehlt Umsatzziel – US-Konsumflaute belastet

Procter & Gamble (P&G) hat im zweiten Geschäftsquartal zwar beim Gewinn überzeugt, beim Umsatz jedoch die Analystenschätzungen verfehlt. Der weltgrößte Konsumgüterhersteller spürt deutlich die Zurückhaltung der US-Verbraucher, insbesondere bei Haushalten mit geringerem Einkommen.

Umsatz knapp unter Erwartungen

Für die drei Monate bis zum 31. Dezember 2025 meldete P&G einen Nettoumsatz von 22,21 Milliarden US-Dollar – ein Plus von etwa einem Prozent gegenüber dem Vorjahr. Analysten hatten im Schnitt mit 22,28 Milliarden US-Dollar gerechnet. Das Absatzvolumen sank um ein Prozent, was die angespannte Konsumstimmung widerspiegelt.

"Die Verbraucher befinden sich in Zeiten geringerer Sicherheit und sparen manchmal etwas beim Konsum", erklärte Finanzvorstand Andre Schulten in einer Telefonkonferenz. Besonders in den USA lag das Volumenwachstum mit deutlich unter den typischen 3 bis 4 Prozent weit hinter den Erwartungen zurück.

Regierungsstillstand verschärft Lage

Ein wesentlicher Belastungsfaktor war der US-Regierungsstillstand im Herbst, der Zahlungen für Nahrungsmittelhilfe im Oktober und November verzögerte. Dies traf P&G in seinem wichtigsten Markt hart. "Die Umsätze sind in den USA aufgrund des Shutdowns in allen Kategorien zurückgegangen", hatte Schulten bereits Anfang Dezember gewarnt.

Zudem wirkte sich die Bevorratung aus dem Vorjahr negativ aus, als Verbraucher und Einzelhändler aufgrund eines Hafenstreiks und eines Hurrikans Vorräte angelegt hatten.

Gewinn übertrifft Erwartungen

Trotz der Umsatzschwäche konnte P&G beim bereinigten Gewinn punkten. Mit 1,88 US-Dollar je Aktie übertraf der Hersteller von Marken wie Pampers, Gillette und Ariel die Analystenschätzung von 1,86 US-Dollar. Dies gelang trotz sinkender Bruttomargen, die das fünfte Quartal in Folge unter Druck standen.

Beauty-Sparte als Lichtblick

Die einzige Kategorie mit Volumenwachstum war die Beauty-Sparte, die etwa 18 Prozent des Gesamtumsatzes ausmacht. Hier stieg das Volumen um 3 Prozent, getragen von Haar- und Körperpflegeprodukten der Marken Pantene und Olay. In drei der fünf Geschäftsbereiche musste P&G hingegen Volumenrückgänge hinnehmen.

Preiserhöhungen gegen Zollbelastung

P&G hat die Preise im Quartal um etwa ein Prozent über alle Kategorien hinweg angehoben, um die Auswirkungen von US-Importzöllen auszugleichen. Die erwartete Zollbelastung hat das Unternehmen allerdings von ursprünglich 1 bis 1,5 Milliarden US-Dollar auf etwa 400 Millionen US-Dollar nach unten korrigiert.

Prognose bestätigt

Der neue CEO Shailesh Jejurikar, der das Amt am 1. Januar übernahm, bestätigte die Jahresprognosen für Kerngewinn und Umsatz. P&G sei auf Kurs, das Jahr trotz des herausfordernden Umfelds innerhalb der Zielspannen abzuschließen. Die Aktie des nach Marktkapitalisierung weltgrößten Konsumgüterkonzerns gab im vorbörslichen Handel um etwa ein Prozent nach.

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