PTT sichert sich LNG aus Alaska-Projekt
Langfristvertrag mit Glenfarne stärkt Thailands Energieversorgung und senkt Abhängigkeit von Inlandsproduktion

Thailands staatlicher Öl- und Gaskonzern PTT Group hat ein langfristiges Abkommen mit dem US-amerikanischen Energieunternehmen Glenfarne geschlossen. Über einen Zeitraum von 20 Jahren wird PTT jährlich zwei Millionen Tonnen verflüssigtes Erdgas (LNG) aus dem Alaska-LNG-Projekt beziehen. Die Vereinbarung ist Teil der Bemühungen Thailands, die Energieversorgung zu sichern und die Abhängigkeit von inländischer Gasproduktion zu verringern.
Das Gas soll aus dem Norden Alaskas stammen und über eine geplante 1.300 Kilometer lange Pipeline zu einem Verflüssigungsterminal transportiert werden. Von dort wird es vor allem für den Export nach Asien bestimmt sein. Die endgültige Investitionsentscheidung für das 44 Milliarden Dollar teure Projekt steht allerdings noch aus. Glenfarne ist Mehrheitseigner und federführender Entwickler des Projekts.
PTT erklärte, dass man das Alaska-Vorhaben weiter prüfe, um das eigene LNG-Geschäft auszubauen. Die Entscheidung fügt sich in eine übergeordnete Strategie ein, mit der Thailand auf die wachsende Stromnachfrage und den Rückgang der heimischen Gasförderung reagiert. Das südostasiatische Land hat seine Importkapazitäten bereits in den vergangenen Jahren erhöht und plant, in den kommenden fünf Jahren verstärkt LNG aus den Vereinigten Staaten zu importieren.
Nach Angaben von Glenfarne ist nun die Hälfte der für Dritte verfügbaren LNG-Kapazität des Alaska-Projekts an bonitätsstarke Vertragspartner vergeben. Präsident Adam Prestidge hob hervor, dass mit der aktuellen und früheren Vereinbarungen ein bedeutender Schritt zur Absicherung des Projekts gemacht worden sei.
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Zur AktienanalyseDas Alaska-LNG-Projekt, das während der Amtszeit von US-Präsident Donald Trump politische Unterstützung erhielt, soll künftig rund 3,5 Milliarden Kubikfuß Gas pro Tag liefern. Damit wäre es eines der größten Energieprojekte Nordamerikas mit dem Ziel, den asiatischen Markt langfristig zu beliefern. Die Finanzierung und der Bau der umfangreichen Infrastruktur bleiben jedoch zentrale Herausforderungen.


