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Puerto Rico stoppt LNG-Deal mit New Fortress

Verhandlungen gescheitert – Inselregierung sucht nun kurzfristige Notfalllieferanten

Puerto Rico stoppt LNG-Deal mit New Fortress

Puerto Rico hat die Verhandlungen über einen langfristigen Vertrag zur Lieferung von Flüssigerdgas mit einem Volumen von 20 Milliarden US-Dollar mit dem US-Energieunternehmen New Fortress Energy beendet. Ausschlaggebend dafür waren laut einem Bloomberg-Bericht das Ausbleiben von Vertragsänderungen seitens New Fortress sowie das Verpassen eines wichtigen Fristtermins. Osvaldo Linares, Präsident des Recoms Group, der für die Ausschreibungsverfahren zuständigen Beschaffungsstelle der Insel, bestätigte dies gegenüber dem Nachrichtendienst.

New Fortress Energy hatte sich in den vergangenen Monaten schwer damit getan, langfristige Vereinbarungen zur Versorgung seiner Kraftwerksprojekte mit Flüssiggas (LNG) abzuschließen. Das Unternehmen befindet sich in einer finanziellen Restrukturierungsphase, nachdem es im Vorjahr die Zahlung einer Dividende an Aktionäre verschoben hatte. Um Liquidität zu sichern, bemüht sich das Unternehmen derzeit um Partnerschaften für seine Hauptgeschäftsfelder und hat den Verkauf einzelner Vermögenswerte eingeleitet.

Die Aktien von New Fortress schlossen nach Bekanntwerden der gescheiterten Verhandlungen mit einem Minus von über sechs Prozent. In den vergangenen sechs Monaten ist der Kurs des Unternehmens um mehr als 74 Prozent gefallen. Weder Linares noch Vertreter von New Fortress Energy reagierten zunächst auf Anfragen von Reuters zu dem Vorgang.

Bereits zu Monatsbeginn hatte Bloomberg berichtet, dass die Finanzaufsichtsbehörde Puerto Ricos das geplante Abkommen aufgrund wettbewerbsrechtlicher Bedenken gestoppt hatte. In der Folge sei laut dem aktuellen Bericht die Regierung der Insel in Gespräche mit vier anderen Anbietern eingetreten, um kurzfristige LNG-Lieferungen im Rahmen von 30-Tage-Notfallverträgen zu sichern.

Linares teilte Bloomberg mit, seine Behörde habe der Finanzaufsicht des US-Außengebiets formell mitgeteilt, dass die Verhandlungen mit New Fortress beendet worden seien. Ein Sprecher der Financial Oversight and Management Board of Puerto Rico bestätigte den Eingang des Schreibens. Darin spiegele sich die Einschätzung wider, dass weder die Beschaffungsstelle noch die Regierung willens gewesen seien, die ursprünglich im Juni zur Prüfung eingereichten Vertragsbedingungen zu verteidigen.

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