Pure Tungsten plant erste Wolfram-Lieferungen aus südkoreanischer Mine
Das kanadische Bergbauunternehmen erwartet bis Ende Juli erste Lieferungen aus der reaktivierten Ssangjon-Mine und plant zudem ein LSE-Listing.

Das kanadische Bergbauunternehmen Pure Tungsten Global strebt erste Wolfram-Lieferungen aus seiner wieder in Betrieb genommenen Ssangjon-Mine in Südkorea bis Ende Juli an. Parallel dazu plant das Unternehmen die Notierung seiner Aktien an der Londoner Börse (LSE) im vierten Quartal. Damit setzt Pure Tungsten einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einem bedeutenden globalen Wolfram-Lieferanten außerhalb Chinas.
Die Grundlage für diesen Wachstumskurs legte eine im Mai abgeschlossene Fusion mit GB Innovation. Durch diesen Zusammenschluss verfügt Pure Tungsten nun über zwei strategisch bedeutsame Produktionsanlagen: die historische Ssangjon-Mine in Südkorea sowie das hochgradige Wolfram-Projekt Maykhura in Tadschikistan. Beide Anlagen befinden sich derzeit in der Inbetriebnahmephase.
Chinas Exportbeschränkungen heizen Wolfram-Markt an
Die Marktlage für Wolfram hat sich in den vergangenen anderthalb Jahren grundlegend verändert. Laut Pure Tungsten sind die Preise in den letzten 18 Monaten drastisch gestiegen – getrieben durch ein verknapptes Angebot, wachsende Nachfrage aus dem Verteidigungssektor sowie zunehmende Exportbeschränkungen Chinas. China kontrolliert derzeit mehr als 80 Prozent der weltweiten Wolframproduktion und hat seit 2025 strenge Exportkontrollen für Wolframprodukte eingeführt.
Das Unternehmen beschreibt die Lage in der Lieferkette als angespannt: „Aus unserer Sicht gibt es kaum Anzeichen dafür, dass China beabsichtigt, diese Beschränkungen in naher Zukunft zu lockern. Im Gegenteil: Peking hat die Kontrolle über die Wolfram-Exporte weiter verschärft, unter anderem durch die Beschränkung von Exportgenehmigungen auf eine kleine Anzahl zugelassener Unternehmen. Die Beschränkung der chinesischen Exporte führt zu enormen Spannungen in der weiteren Lieferkette", so das Unternehmen.
Für westliche Abnehmer hat sich die Verfügbarkeit von Wolfram damit erheblich reduziert. Wolfram ist ein strategisch bedeutsames Metall, das unter anderem in der Rüstungsindustrie, im Werkzeugbau und in der Elektronik eingesetzt wird. Seine außergewöhnliche Härte und der höchste Schmelzpunkt aller Metalle machen es in zahlreichen Hightech-Anwendungen unverzichtbar.
Ssangjon-Mine schließt kritische Versorgungslücke
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Zur AktienanalysePure Tungsten betont die besondere Dringlichkeit der jetzigen Inbetriebnahme der Ssangjon-Mine. Weltweit werden kaum neue Wolfram-Projekte vor 2027 die Produktion aufnehmen, was das Versorgungsdefizit in den kommenden Jahren weiter verschärfen dürfte. Die rechtzeitige Reaktivierung der historischen Mine in Südkorea soll dazu beitragen, dieses Defizit zu verringern.
Das Unternehmen positioniert sich damit als einer der wenigen aufstrebenden Wolfram-Produzenten außerhalb Chinas – eine Rolle, die angesichts der geopolitischen Spannungen und der westlichen Bemühungen um Versorgungssicherheit bei kritischen Rohstoffen zunehmend an Bedeutung gewinnt. Mit dem geplanten LSE-Listing im vierten Quartal will Pure Tungsten zudem den Zugang zu europäischen Kapitalmärkten erschließen.


