ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Putin rügt Wirtschaftsberater wegen schwachem Wachstum in Russland

Russlands Wirtschaft wächst 2025 nur noch um rund 1% – Putin fordert von seinen Spitzenbeamten konkrete Gegenmaßnahmen.

Putin rügt Wirtschaftsberater wegen schwachem Wachstum in Russland

Russlands Präsident Wladimir Putin hat seine wichtigsten Wirtschaftsberater öffentlich gerügt, weil die makroökonomischen Kennzahlen des Landes hinter den Erwartungen zurückbleiben. Das Wirtschaftswachstum verlangsamte sich 2025 auf rund 1%, nach einem deutlich stärkeren Wachstum von 4,9% im Jahr 2024. Als Hauptursachen gelten die restriktive Geldpolitik der russischen Zentralbank sowie westliche Sanktionen, die gezielt auf die Öleinnahmen des Landes abzielen.

Putin wandte sich in einer Sitzung direkt an seine engsten Wirtschaftsberater, darunter Kreml-Berater Maxim Oreschkin, Zentralbankchefin Elvira Nabiullina und Finanzminister Anton Siluanow. Er machte deutlich, dass er eine Erklärung des Rückgangs allein durch Kalendereffekte nicht akzeptiere. „Ich hoffe, heute detaillierte Berichte über die aktuelle Lage der Wirtschaft zu hören und darüber, warum die makroökonomischen Indikatoren immer noch hinter den Erwartungen zurückbleiben", sagte Putin – und betonte ausdrücklich, dass die Zahlen sogar hinter den eigenen Prognosen der Beamten zurückblieben.

Wachstumsprognosen bleiben unter Druck

Die russische Regierung prognostiziert für das laufende Jahr 2025 ein Wachstum von 1,3%, warnte jedoch gleichzeitig, dass dieser Wert im weiteren Monatsverlauf aufgrund der schwachen Wirtschaftsleistung zu Jahresbeginn nach unten korrigiert werden könnte. Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) bleibt vorsichtig: Er hob seine Wachstumsprognose für das russische Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2026 zwar auf 1,1% an – nach zuvor 0,8% –, nachdem die Ölpreise im März infolge der Krise im Nahen Osten sprunghaft gestiegen waren. Das Niveau bleibt damit jedoch weit unter dem Wachstum der Vorjahre.

Putin forderte von den Regierungsvertretern konkrete Vorschläge für „zusätzliche Maßnahmen zur Wiederbelebung des Wachstums". Diese sollen Unternehmensinitiativen fördern und Fachkräfte gezielt in Sektoren mit höherem Wachstumspotenzial lenken. Der Kreml signalisiert damit, dass eine rein abwartende Haltung gegenüber der wirtschaftlichen Schwäche nicht länger toleriert wird.

Abhängigkeit von Rohstoffeinnahmen soll sinken

Ein weiteres zentrales Thema der Sitzung war die strukturelle Abhängigkeit des russischen Staatshaushalts von den Einnahmen aus den volatilen globalen Rohstoffmärkten. Putin teilte mit, dass die Regierung ein Maßnahmenpaket vorbereitet habe, um diese Abhängigkeit zu verringern. Konkrete Details nannte er jedoch nicht.

Für deutsche Anleger und Beobachter ist die Entwicklung der russischen Wirtschaft vor allem im Kontext der anhaltenden Sanktionspolitik relevant. Die westlichen Strafmaßnahmen, die seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine 2022 schrittweise verschärft wurden, zeigen offenbar zunehmend Wirkung – auch wenn Russland bislang eine offene Rezession vermeiden konnte. Die Kombination aus hohen Zinsen der Zentralbank und eingeschränktem Zugang zu internationalen Kapitalmärkten belastet die russische Wirtschaft strukturell.

Russland WirtschaftPutin WirtschaftswachstumRussland Bip 2025Russland SanktionenIwf Prognose RusslandRussland ZentralbankRussland Öleinnahmen

Disclaimer