Putin und Kim: Russland und Nordkorea koordinieren regionale Sicherheitspolitik
Moskau und Pjöngjang intensivieren ihre Zusammenarbeit – Putin betont gemeinsame Anstrengungen für Stabilität in der Region.

Der russische Präsident Wladimir Putin hat dem nordkoreanischen Staatschef Kim Jong Un in einer offiziellen Botschaft versichert, dass Russland und Nordkorea in allen Bereichen aktiv zusammenarbeiten. Beide Länder koordinieren laut Putin ihre Bemühungen zur Unterstützung der regionalen Sicherheit und Stabilität. Staatliche Medien berichteten am Samstag über die Erklärung.
Putin äußerte sich anlässlich des Jahrestages der Befreiung Koreas von der japanischen Kolonialherrschaft. Die nordkoreanische staatliche Nachrichtenagentur KCNA meldete die Botschaft des russischen Staatschefs. Putin zeigte sich dabei zuversichtlich, dass beide Länder ihre „konstruktive gemeinsame Arbeit" zu bilateralen und internationalen Themen fortsetzen würden.
Historische Symbolik beim Jahrestag
Kim Jong Un beging den Jahrestag am Freitag mit einem Besuch des Befreiungsturms in Pjöngjang. Das Denkmal erinnert an die sowjetischen Soldaten, die im Zweiten Weltkrieg gegen Japan gekämpft haben. Ein Kranz mit einer Ehrenbotschaft für die gefallenen sowjetischen Soldaten wurde an der Gedenkstätte niedergelegt, wie KCNA berichtete.
Kim erklärte bei dem Anlass, die historischen Bindungen und die Zusammenarbeit in Kriegszeiten seien zur Grundlage für die heute expandierenden Beziehungen zwischen beiden Ländern geworden. Auch der ehemalige russische Präsident Dmitri Medwedew übermittelte dem nordkoreanischen Führer seine Grüße. Der symbolträchtige Austausch unterstreicht, wie eng beide Regierungen ihre aktuelle Partnerschaft in historische Kontinuität einbetten.
Strategischer Vertrag als Fundament der Partnerschaft
Die engeren Beziehungen zwischen Moskau und Pjöngjang haben international für erhebliche Besorgnis gesorgt. Hintergrund ist die nordkoreanische Unterstützung für Russlands Krieg in der Ukraine, die von der Ukraine selbst, Südkorea und westlichen Regierungen dokumentiert wurde. Nordkorea soll Russland demnach militärische Unterstützung geleistet haben.
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Zur AktienanalyseMoskau und Pjöngjang haben ihre Verteidigungspartnerschaft im Rahmen eines im Juni 2024 unterzeichneten strategischen Vertrags formell gestärkt. Dieser Vertrag enthält eine Klausel über gegenseitigen Beistand – ein für beide Seiten weitreichendes Sicherheitsversprechen. Die Vereinbarung markiert einen bedeutenden Schritt in der Annäherung beider Staaten seit Beginn des Ukraine-Krieges.
Die jüngsten Botschaften anlässlich des Jahrestages deuten darauf hin, dass sich die Zusammenarbeit über rein militärische Bindungen hinaus erstreckt. Beide Regierungen stellen ihre Beziehung als Teil einer umfassenderen Anstrengung zur Bewältigung regionaler und internationaler Probleme dar. Für westliche Beobachter und Verbündete bleibt diese Entwicklung ein zentrales geopolitisches Risiko, das die Sicherheitsarchitektur in Ostasien und darüber hinaus beeinflusst.


