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Qantas steigert Halbjahresgewinn trotz höherer Kosten im Auslandsgeschäft

Australiens größte Fluggesellschaft profitiert von starker Inlandsnachfrage und neuen Flugzeugen.

Qantas steigert Halbjahresgewinn trotz höherer Kosten im Auslandsgeschäft

Qantas Airways (ASX: QAN) hat für das erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres einen bereinigten Vorsteuergewinn von 1,46 Milliarden australischen Dollar ausgewiesen. Das entspricht einem Anstieg von 71 Millionen australischen Dollar gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der gesetzliche Gewinn nach Steuern kletterte leicht auf 925 Millionen australische Dollar. Grundlage für das solide Ergebnis ist der Berichtszeitraum der sechs Monate bis zum 31. Dezember.

Das Inlandsgeschäft der Gruppe erwies sich als wichtigste Wachstumsstütze. Das bereinigte EBIT im Inlandsbereich stieg um 14 Prozent auf 1,05 Milliarden australische Dollar, getragen von stabiler Nachfrage im Geschäftsreise- und Premium-Freizeitsegment. Besonders stark entwickelte sich die Billigflugtochter Jetstar: Ihr Inlands-EBIT legte um beachtliche 38 Prozent zu, begünstigt durch hohe Urlaubsnachfrage und die Kapazitätserweiterung durch neue Maschinen vom Typ Airbus A320neo und A321LR.

Internationales Geschäft unter Druck

Weniger erfreulich verlief das internationale Geschäft ohne Jetstar Asia und Jetstar Japan. Das bereinigte internationale EBIT sank um 6 Prozent auf 463 Millionen australische Dollar. Ursache dafür sind gestiegene Kosten in den Bereichen Technik, Löhne und allgemeine Betriebsausgaben – obwohl Kapazität und Umsatz jeweils um 5 Prozent zulegten. Dieses Muster kennen auch europäische Airlines, die mit ähnlichem Kostendruck kämpfen.

Die Anleger reagierten verhalten auf die Zahlen: Die in Sydney notierten Qantas-Aktien verloren am Donnerstag mehr als 5 Prozent an Wert. Möglicherweise hatten Investoren angesichts der robusten Nachfragedaten ein noch stärkeres Ergebnis erwartet.

Dividende und Aktienrückkauf angekündigt

Das Board von Qantas beschloss dennoch eine voll frankierte Zwischendividende von 19,8 Cents je Aktie. Zusätzlich kündigte das Unternehmen ein Aktienrückkaufprogramm am Markt im Volumen von bis zu 150 Millionen australischen Dollar an. Solche Maßnahmen signalisieren, dass das Management trotz kurzfristiger Kostensteigerungen langfristig von der Stärke des Unternehmens überzeugt ist.

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