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Raytheon erhält 441,6-Millionen-Dollar-Auftrag für Patriot-Raketen

Das US-Kriegsministerium beauftragt Raytheon mit der Produktion von Patriot GEM-T-Raketen zur Unterstützung der Operation Epic Fury.

Raytheon erhält 441,6-Millionen-Dollar-Auftrag für Patriot-Raketen

Raytheon (NYSE: RTX) hat vom US-Kriegsministerium eine Vertragsänderung im Wert von 441,6 Millionen US-Dollar erhalten. Der Auftrag betrifft die Beschaffung von Patriot GEM-T-Raketen und dient der Unterstützung der Operation Epic Fury. Der Zuschlag wurde am Donnerstag erteilt.

Bei der Vereinbarung handelt es sich um die Vertragsänderung mit der Bezeichnung P00026 zum bestehenden Vertrag W31P4Q-23-C-0036. Durch diese Änderung erhöht sich der kumulierte Gesamtwert des Auftrags auf 441,6 Millionen US-Dollar. Der vollständige Vertragsbetrag wurde zum Zeitpunkt der Vergabe aus Sondermitteln des Haushaltsjahres 2026 bereitgestellt.

Produktion in Pennsylvania bis September 2026

Die Arbeiten im Rahmen des Vertrags werden in Chambersburg im US-Bundesstaat Pennsylvania durchgeführt. Als voraussichtliches Abschlussdatum ist der 30. September 2026 festgelegt. Raytheon selbst hat seinen Unternehmenssitz in Andover, Massachusetts.

Als vertragschließende Stelle fungiert das Army Contracting Command, Aviation Logistics, mit Sitz in Redstone Arsenal im US-Bundesstaat Alabama. Diese Behörde ist innerhalb der US-Armee für die Abwicklung von Rüstungsbeschaffungen im Bereich Luftfahrt und Logistik zuständig.

Patriot-System mit globaler Bedeutung

Das Patriot-Flugabwehrsystem gehört zu den bekanntesten und am weitesten verbreiteten Luftverteidigungssystemen der westlichen Welt. Die Patriot GEM-T-Rakete (Guidance Enhanced Missile – Tactical) ist eine Weiterentwicklung des klassischen Patriot-Systems und wurde speziell zur Bekämpfung taktischer ballistischer Raketen optimiert. Das System wird von zahlreichen NATO-Partnern sowie weiteren US-Verbündeten eingesetzt.

Raytheon, heute Teil des Konzerns RTX Corporation, ist einer der weltweit führenden Rüstungs- und Luft- und Raumfahrtkonzerne. Das Unternehmen zählt zu den wichtigsten Lieferanten des US-Verteidigungsministeriums und ist maßgeblich an der Entwicklung und Produktion von Lenkwaffensystemen beteiligt. Für Anleger, die den Rüstungssektor beobachten, unterstreicht dieser Großauftrag die anhaltend hohe Nachfrage nach modernen Luftabwehrsystemen.

Der Auftrag spiegelt die geopolitischen Prioritäten der USA wider, die in den vergangenen Jahren erhebliche Mittel in die Stärkung der Luftverteidigungskapazitäten investiert haben. Die Finanzierung aus Sondermitteln des Haushaltsjahres 2026 deutet auf eine außerordentliche Dringlichkeit hin, die über den regulären Verteidigungshaushalt hinausgeht.

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