Real-Supermärkte vor dem Aus
Schließung von 45 Filialen und Übertragung an Konkurrenten – Ein schwerer Schlag für den Einzelhandel

Die Supermarktkette Real steht vor ihrem endgültigen Aus, nachdem sie Insolvenz angemeldet hat und keine Übernahmeinteressenten für einen Großteil ihrer Filialen gefunden hat. Insgesamt 18 Märkte werden an Konkurrenten übertragen, während für 45 Filialen keine Abnehmer gefunden wurden. Diese 45 Märkte sollen nun bis zum Ende des Monats März im Jahr 2024 geschlossen werden, wie das Unternehmen bekanntgab. Die angeschlagene Supermarktkette hatte bereits im September des Vorjahres einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt, was die Existenz von über 5.000 Beschäftigten in 62 Märkten sowie der Zentrale in Mönchengladbach gefährdete.
Die Übertragung von 14 Märkten an den Konkurrenten Rewe, drei weitere an Kaufland und ein Markt an Edeka steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Bundeskartellamts. Die restlichen 45 Märkte hingegen werden geschlossen, da trotz intensiver Bemühungen bisher kein Käufer gefunden werden konnte. Diese Maßnahme wirft einen dunklen Schatten über die Zukunft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in diesen Filialen beschäftigt sind.
Die Real-Kette befand sich im Besitz des Finanzinvestors SCP, der das Unternehmen 2020 vom Handelskonzern Metro erworben hatte. Ursprünglich war die Absicht, Real zu zerschlagen und die Filialen weiterzuverkaufen. In diesem Zusammenhang sicherten sich große Einzelhandelsketten wie Kaufland, Edeka, Globus und Rewe einige der attraktivsten Standorte. Jedoch änderte sich die Eigentümerschaft im Laufe der Zeit, als SCP die Supermarktkette zunächst abgab und dann aufgrund ihrer schwierigen wirtschaftlichen Lage im Mai 2023 wieder zurückerwarb.
Bojan Luncer, Vorsitzender der Geschäftsführung der real GmbH, äußerte sich zu den jüngsten Entwicklungen und betonte, dass die Übertragung von 18 "mein real-Märkten" immerhin für etwa 1.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine langfristige Perspektive sichere. Trotzdem sei die Schließung der verbleibenden Märkte aufgrund der schwierigen Lage des Unternehmens unvermeidlich. Mit dem Betriebsrat würden Gespräche geführt, um einen Interessenausgleich und Sozialplan abzuschließen, um die Belastungen für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglichst abzumildern.
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Zur AktienanalyseDie Nachricht von der Schließung der Real-Märkte hat nicht nur Auswirkungen auf die Mitarbeiter, sondern auch auf die deutsche Einzelhandelslandschaft, da sie den Wettbewerb in diesem Sektor weiter verändert und die Konzentration auf einige große Handelsunternehmen verstärkt.


