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Reckitt Q1 2026: Gemischte Ergebnisse, Jahresprognose bestätigt

Reckitt verzeichnet im ersten Quartal ein moderates Umsatzwachstum, während die Aktie im frühen Handel deutlich nachgibt.

Reckitt Q1 2026: Gemischte Ergebnisse, Jahresprognose bestätigt

Der britische Konsumgüterkonzern Reckitt hat im ersten Quartal 2026 ein flächenbereinigtes (Like-for-like) Nettoumsatzwachstum von 1,3 Prozent im Kerngeschäft erzielt. Der Kernumsatz belief sich dabei auf 2,6 Milliarden Britische Pfund. Trotz der moderaten Wachstumszahlen bestätigte das Unternehmen seine Jahresprognose.

Die regionale Entwicklung zeigte ein gemischtes Bild: Während Europa und Nordamerika Rückgänge verzeichneten, wuchsen die Schwellenländer deutlich. Besonders hervorzuheben sind China und Indien, die jeweils ein zweistelliges Wachstum erzielten und damit die Schwäche in den entwickelten Märkten mehr als ausglichen.

Bereinigt man die Zahlen um saisonale Erkältungs- und Grippeprodukte, fällt das flächenbereinigte Nettoumsatzwachstum mit 3,1 Prozent deutlich stärker aus. Dies deutet darauf hin, dass das schwächere Abschneiden im Kerngeschäft teilweise auf eine rückläufige Nachfrage nach Erkältungs- und Grippeprodukten zurückzuführen ist.

Gesamtumsatz inklusive Mead Johnson

Einschließlich des zum Verkauf stehenden Mead-Johnson-Geschäfts stieg der flächenbereinigte Nettoumsatz von Reckitt um 0,6 Prozent auf 3,2 Milliarden Britische Pfund. Das Mead-Johnson-Segment, das auf Babynahrung spezialisiert ist, steht weiterhin zum Verkauf und wird daher separat ausgewiesen.

Für das Gesamtjahr hält Reckitt an seiner Prognose fest: Im Kerngeschäft wird ein flächenbereinigtes Nettoumsatzwachstum von 4 bis 5 Prozent erwartet. Diese Bestätigung der Jahresprognose ist ein positives Signal, auch wenn die Quartalszahlen selbst hinter den Erwartungen zurückgeblieben sein dürften.

Aktienrückkauf und Bewertungskennzahlen

Beim laufenden Aktienrückkaufprogramm im Gesamtvolumen von 1,0 Milliarde Britischen Pfund wurden bereits knapp 0,7 Milliarden Britische Pfund abgeschlossen. Das Programm signalisiert, dass das Management das Unternehmen für unterbewertet hält und Kapital an die Aktionäre zurückführt.

Die Marktreaktion auf die Quartalszahlen fiel dennoch negativ aus: Die Reckitt-Aktie verlor im frühen Handel 6,6 Prozent. Anleger zeigten sich offenbar enttäuscht von der gemischten regionalen Entwicklung und dem verhaltenen Wachstum in den Kernmärkten Europa und Nordamerika.

Aus Bewertungsperspektive handelt die Aktie aktuell auf einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 14,2 für die nächsten zwölf Monate. Der Zehnjahres-Durchschnitt des voraussichtlichen KGV liegt bei 17,6 – die Aktie erscheint damit im historischen Vergleich günstig bewertet. Die voraussichtliche Dividendenrendite für die nächsten zwölf Monate beträgt 4,8 Prozent, deutlich über dem Zehnjahres-Durchschnitt von 3,2 Prozent. Alle Kennzahlen stammen von LSEG Datastream und basieren auf den Schlusskursen des Vortages.

Für deutsche Privatanleger bleibt Reckitt ein bekannter Name: Das Unternehmen steht hinter Marken wie Durex, Dettol, Finish und Nurofen. Die Kombination aus bestätigter Jahresprognose, laufendem Aktienrückkauf und attraktiver Dividendenrendite könnte langfristig orientierte Anleger ansprechen – trotz des schwachen Quartalsstarts in den westlichen Kernmärkten.

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