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Reedereien planen schrittweise Rückkehr zum Suezkanal

Nach über zwei Jahren Unterbrechung wegen Huthi-Angriffen im Roten Meer bereiten große Reedereien ihre Rückkehr zum Suezkanal vor. Maersk startet Ende Januar mit ersten Transitfahrten, während andere Unternehmen noch abwarten.

Reedereien planen schrittweise Rückkehr zum Suezkanal

Große internationale Reedereien entwickeln derzeit Strategien für eine schrittweise Rückkehr zur wichtigen Handelsroute durch den Suezkanal. Seit November 2023 mussten die Unternehmen ihre Containerschiffe über die deutlich längere und kostenintensivere Route um Afrika herum umleiten, nachdem jemenitische Huthi-Rebellen aus Solidarität mit den Palästinensern während des Gaza-Krieges Handelsschiffe im Roten Meer angegriffen hatten.

Maersk nimmt Betrieb wieder auf

Die dänische Reederei Maersk macht den ersten Schritt: Ab dem 26. Januar wird das Unternehmen den Schiffsverkehr über das Rote Meer und den Suezkanal für einen ihrer Dienste wieder aufnehmen. Der wöchentliche Service verbindet den Nahen Osten und Indien mit der US-Ostküste und startet vom omanischen Hafen Salalah. Bereits im Dezember und Anfang Januar hatte Maersk zwei Schiffe testweise durch die Route geschickt.

Das dänische Unternehmen kündigte an, dass dies der erste Schritt in einer gestaffelten Rückkehr zur Suez-Route sein werde. Ein im Oktober 2025 erzieltes Waffenstillstandsabkommen hatte die Voraussetzungen für eine mögliche Wiederaufnahme geschaffen.

CMA CGM rudert zurück

Die französische Reederei CMA CGM, die drittgrößte Containerschifffahrtslinie weltweit, zeigt sich hingegen vorsichtiger. Das Unternehmen teilte am Dienstag mit, dass es Schiffe auf drei seiner Dienste aufgrund globaler Unsicherheiten vom Suezkanal umleiten werde. Damit werden Pläne zur Ausweitung der Transitfahrten vorerst zurückgefahren.

CMA CGM hatte im vergangenen Monat noch zwei große Containerschiffe unter Marineeskorten durch den Kanal geschickt und strebte an, im Januar regelmäßige Transitfahrten zwischen Indien und den USA aufzunehmen. Die Warnungen von US-Präsident Donald Trump vor möglichen US-Maßnahmen im Iran seit Dezember haben jedoch neue Sicherheitsbedenken ausgelöst.

Deutsche und norwegische Reedereien bleiben abwartend

Die deutsche Reederei Hapag-Lloyd wird ihre Operationen im Roten Meer vorerst nicht anpassen, wie ein Sprecher im Januar bestätigte. Der CEO der Gruppe hatte bereits im Dezember erklärt, dass die Rückkehr der Schifffahrtsindustrie zum Suezkanal schrittweise erfolgen werde und eine Übergangszeit von 60 bis 90 Tagen erfordern würde, um die Logistik anzupassen und plötzliche Hafenüberlastungen zu vermeiden.

Auch die norwegische Autoreedereigruppe bewertet die Lage weiterhin und wird den Schiffsverkehr erst wieder aufnehmen, wenn bestimmte Sicherheitsbedingungen erfüllt sind, wie ein Unternehmenssprecher im Dezember mitteilte.

Wirtschaftliche Bedeutung der Route

Die Unterbrechung der Suezkanal-Route hatte erhebliche Auswirkungen auf die globalen Lieferketten und führte zu deutlich höheren Transportkosten. Die längere Route um Afrika herum verlängert die Fahrtzeit um mehrere Wochen und erhöht den Treibstoffverbrauch erheblich. Die schrittweise Rückkehr zum Suezkanal könnte daher zu einer Normalisierung der Frachtpreise und einer Entlastung der Lieferketten führen.

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