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Reiseaktien brechen ein: US-Iran-Konflikt trifft Luftfahrtbranche hart

Dubai und Doha bleiben geschlossen, Ölpreise steigen um 13 Prozent – die Branche erlebt ihre schwerste Krise seit der Pandemie.

Reiseaktien brechen ein: US-Iran-Konflikt trifft Luftfahrtbranche hart

Der eskalierender Konflikt zwischen den USA, Iran und Israel versetzt die globale Luftfahrt- und Reisebranche in den schwersten Ausnahmezustand seit der COVID-19-Pandemie. Dubai, das weltweit geschäftigste internationale Luftfahrt-Drehkreuz, und Doha blieben den dritten Tag in Folge für den Flugverkehr gesperrt. Zehntausende Passagiere sitzen fest und warten auf eine Rückkehr zur Normalität.

Jordanien schloss am Montag als jüngstes Land der Region seinen Luftraum teilweise. Die Sperrungen treffen eine Region, über die täglich Hunderttausende Fluggäste aus aller Welt reisen. Für europäische Urlauber und Geschäftsreisende bedeutet das massive Umleitungen, Stornierungen und lange Wartezeiten.

Milliardenverluste an den Börsen

Die Finanzmärkte reagierten scharf auf die Entwicklungen. Aktien führender Fluggesellschaften verloren nach Reuters-Berechnungen insgesamt mehr als 11 Milliarden US-Dollar an Marktwert. Besonders hart traf es den europäischen Reisesektor: Die Aktie von TUI (TUI1n.DE), dem größten Reisekonzern Europas, brach deutlich ein.

Zusätzlich verschärfen steigende Ölpreise die Lage für die Branche. Der Rohölpreis kletterte um bis zu 13 Prozent auf den höchsten Stand seit Januar 2025, da Iran und Israel ihre gegenseitigen Angriffe intensivierten. Für Fluggesellschaften, deren größter Kostenblock der Treibstoff ist, bedeutet das eine doppelte Belastung: weniger Einnahmen durch gesperrte Lufträume und gleichzeitig höhere Betriebskosten.

Die Situation erinnert an die frühe Phase der Corona-Pandemie im Jahr 2020, als weite Teile des globalen Luftverkehrs innerhalb weniger Tage zum Erliegen kamen. Analysten beobachten die weitere Entwicklung des Konflikts genau, da eine weitere Eskalation die Erholung der Branche empfindlich gefährden könnte. Deutsche Reisende sollten Flugbuchungen in die Region derzeit sorgfältig prüfen und Reisewarnungen des Auswärtigen Amts verfolgen.

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