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Rekordhoch bei Indiens Fertigstahlimporten

Südkorea, China und Japan dominieren – Exporte sinken auf Siebenjahrestief

Rekordhoch bei Indiens Fertigstahlimporten

Indien hat in den ersten zehn Monaten des laufenden Finanzjahres eine Rekordmenge an Fertigstahl aus China, Südkorea und Japan importiert. Dies geht aus vorläufigen Regierungsdaten hervor. Damit war das Land, das weltweit der zweitgrößte Produzent von Rohstahl ist, Nettoimporteur von Fertigstahl.

Die Einfuhren aus Südkorea beliefen sich auf 2,4 Millionen Tonnen und stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 11,7 Prozent. Südkorea war in diesem Zeitraum der größte Exporteur von Fertigstahl nach Indien. Aus China wurden 2,3 Millionen Tonnen importiert, was einem Anstieg von 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Die Importe aus Japan betrugen 1,8 Millionen Tonnen und wuchsen um 88,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Zusammen machten die Lieferungen aus China, Südkorea und Japan 78 Prozent der gesamten indischen Fertigstahlimporte aus. Das indische Finanzjahr erstreckt sich von April bis März. Neben den drei Hauptlieferanten erhöhte sich auch die Stahlmenge aus Indonesien deutlich. Die Importe aus dem Land erreichten 0,3 Millionen Tonnen und waren damit fast dreimal so hoch wie im Vorjahreszeitraum.

Zu den am häufigsten importierten Stahlsorten gehörten warmgewalzte Coils oder Bänder. Im Bereich der nicht-flachen Stahlprodukte dominierten Stäbe und Stangen die Einfuhren. Angesichts der gestiegenen Stahlimporte leitete Indien im Dezember eine Untersuchung ein, um festzustellen, ob Schutzmaßnahmen oder vorübergehende Zölle erforderlich sind.

Vergangenen Monat äußerte der indische Stahlminister H.D. Kumaraswamy, dass die Regierung einen Schutzmechanismus in Erwägung ziehe. Eine Abgabe in Höhe von 15 bis 25 Prozent auf Stahlimporte sei möglich. Während die Importe zunahmen, sanken die Exporte von Fertigstahl in der gleichen Zeitspanne auf den niedrigsten Stand seit mindestens sieben Jahren.

Die Exporte nach Italien, Indiens größtem Abnehmerland für Fertigstahl, gingen nahezu um die Hälfte zurück. Auch die Ausfuhren nach Belgien, Nepal und Spanien verzeichneten einen Rückgang.

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