Related Digital sichert Finanzierung für 16-Milliarden-Dollar Oracle-Rechenzentrum
Der Rechenzentrumsentwickler Related Digital hat die Finanzierung für ein gigantisches KI-Infrastrukturprojekt in Michigan abgeschlossen.

Related Digital hat am Freitag bekanntgegeben, dass die Finanzierung für einen 16 Milliarden Dollar teuren Rechenzentrumscampus in Michigan gesichert ist. Das Projekt wird für Oracle errichtet und zählt zu den größten Rechenzentrumsvorhaben in den USA. Die Ankündigung unterstreicht das wachsende Investitionsinteresse an KI-Infrastruktur in Nordamerika.
Die Finanzierungsstruktur setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen. Zum einen steuern Related Digital selbst sowie mit Blackstone verbundene Fonds Eigenkapital bei. Zum anderen wird das Projekt durch festverzinsliche, langfristige Fremdkapitalfinanzierungen unterstützt, die von durch PIMCO verwalteten Fonds und Konten getragen werden. Diese Kombination aus Eigenkapital und Fremdkapital ist bei Großprojekten dieser Größenordnung üblich und verteilt das finanzielle Risiko auf mehrere institutionelle Investoren.
Ein Projekt mit mehr als einem Gigawatt Leistung
Der geplante Rechenzentrumscampus befindet sich in Saline Township im US-Bundesstaat Michigan. Mit einer Kapazität von mehr als einem Gigawatt gehört das Vorhaben zu den leistungsstärksten Rechenzentrumsanlagen weltweit. Ein Gigawatt entspricht der Leistung eines mittelgroßen Kraftwerks und verdeutlicht den enormen Energiebedarf moderner KI-Infrastruktur.
Das Projekt war bereits im Oktober angekündigt worden – und zwar gemeinsam von OpenAI, Oracle und Related Digital. Die drei Unternehmen hatten das Vorhaben als Teil ihrer Bemühungen zum Ausbau der US-amerikanischen KI-Infrastrukturkapazitäten präsentiert. Damit reiht sich das Michigan-Projekt in eine Reihe massiver Investitionen ein, mit denen US-Technologiekonzerne ihre Rechenkapazitäten für künstliche Intelligenz ausbauen.
Blackstone und PIMCO als Schlüsselinvestoren
Die Beteiligung von Blackstone, einem der weltgrößten alternativen Vermögensverwalter, und PIMCO, einem der führenden Anleihemanager der Welt, verleiht dem Projekt erhebliche finanzielle Glaubwürdigkeit. Beide Häuser sind bekannt für ihre Investitionen in Infrastrukturprojekte mit langfristigen, stabilen Cashflows – ein Profil, das Rechenzentren mit langfristigen Mietverträgen typischerweise erfüllen.
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Zur AktienanalyseFür deutsche Anleger ist das Projekt aus mehreren Gründen relevant. Einerseits zeigt es, wie stark institutionelle Investoren weltweit in KI-Infrastruktur strömen. Andererseits verdeutlicht es die Rolle von Unternehmen wie Oracle im globalen KI-Wettbewerb. Oracle hat sich in den vergangenen Jahren als wichtiger Anbieter von Cloud- und KI-Infrastruktur positioniert und konkurriert dabei mit Schwergewichten wie Amazon Web Services, Microsoft Azure und Google Cloud.
Der Trend zu milliardenschweren Rechenzentrumsparks ist ungebrochen. Angesichts des rasant wachsenden Bedarfs an Rechenleistung für KI-Modelle wie jene von OpenAI dürften weitere Großprojekte dieser Art folgen. Das Michigan-Projekt gilt dabei als Beleg dafür, dass die Finanzierungsbereitschaft institutioneller Investoren für solche Vorhaben weiterhin hoch ist.


