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Reliance beschleunigt Batterieimporte aus China

Neue Exportregeln setzen indischen Konzern unter Handlungsdruck bei Energieprojekten

Reliance beschleunigt Batterieimporte aus China

Indiens Reliance Industries beschleunigt derzeit den Abtransport von Batteriekomponenten aus China, um die Lieferung vor dem Inkrafttreten neuer Exportbeschränkungen sicherzustellen. Nach Angaben von Personen, die mit dem Vorgang vertraut sind, hat der Konzern ein Team nach China entsandt, um die Auslieferung der bestellten Ausrüstungen zu beschleunigen. Die chinesischen Behörden haben in diesem Monat neue Vorschriften eingeführt, die ab dem 8. November gelten und Unternehmen verpflichten, vor dem Export bestimmter Ausrüstungen der Batterieproduktion eine Genehmigung einzuholen.

Der Schritt Pekings sorgt weltweit für Unsicherheit, da viele internationale Käufer ihre Bestellungen noch rechtzeitig erhalten wollen. Mehrere ausländische Abnehmer, darunter auch Reliance, sollen laut Insidern Produktionsprozesse verkürzt haben, um Ware schneller ausliefern zu können. Teilweise würden Qualitätsprüfungen oder abschließende Fertigungsschritte ausgelassen, um die Ausrüstung vor dem Stichtag zu verschiffen.

China gilt als dominierende Kraft in der globalen Batteriewirtschaft. Sechs der zehn größten Batteriehersteller der Welt stammen aus der Volksrepublik, angeführt von CATL. Ohne die chinesischen Komponenten kann Reliance seine Pläne zum Aufbau einer eigenen Batterieproduktion in Indien nicht wie vorgesehen umsetzen. Das Unternehmen plant, Energiespeicher für große Solarkraftwerke zu produzieren, die im Rahmen der indischen Energiepolitik den Anteil fossiler Brennstoffe verringern sollen.

Nach Angaben der chinesischen Zollbehörden exportierte China in den ersten acht Monaten des laufenden Jahres Batterien im Wert von 48 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der größte Hersteller CATL äußerte sich optimistisch, dass die neuen Vorschriften keine wesentlichen Verzögerungen verursachen werden. Exporte an eigene Werke in Europa liefen weiterhin planmäßig, teilte das Unternehmen mit.

Die geplanten Exportkontrollen verdeutlichen die wachsende Abhängigkeit vieler Länder von chinesischer Technologie in Schlüsselindustrien. Ähnliche Maßnahmen bei Seltenen Erden hatten bereits im Frühjahr zu Engpässen und Produktionsverzögerungen in der internationalen Automobilindustrie geführt. Während chinesische Batteriehersteller versuchen, ihre Kunden zu beruhigen, müssen Unternehmen wie Reliance derzeit zwischen Eile und Sorgfalt abwägen.

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