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Renault, Airbus und Frankreichs Staatsfinanzen unter Druck

Französische Konzerne kämpfen mit Verlusten und Lieferkettenproblemen, während Paris dringend seinen Haushalt sanieren muss.

Renault, Airbus und Frankreichs Staatsfinanzen unter Druck

Frankreichs Wirtschaft steht vor einer schwierigen Phase: Renault verbuchte einen Nettoverlust von 10,9 Milliarden Euro – den ersten seit fünf Jahren. Hauptursache war eine Abschreibung von 9,3 Milliarden Euro auf die Nissan-Beteiligung. Trotz eines Umsatzanstiegs von 3 Prozent auf 57,9 Milliarden Euro sank das operative Ergebnis um 15 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro.

Der Druck kommt von mehreren Seiten: Etablierte europäische Wettbewerber und aggressive chinesische Anbieter setzen Renault im Kerngeschäft unter Druck. Der Aktienkurs hat im vergangenen Jahr 25 Prozent verloren, in diesem Jahr weitere 8 Prozent. Als Reaktion verlagert Renault seinen Expansionsfokus auf Indien und Südamerika, obwohl die Margen dort geringer ausfallen.

Airbus kämpft mit Triebwerksengpässen

Airbus präsentierte ein gemischtes Bild: Der Umsatz stieg um 6 Prozent auf 73,4 Milliarden Euro, und das bereinigte EBIT von 7,13 Milliarden Euro übertraf das interne Ziel von rund 7,0 Milliarden Euro leicht. Die Dividende soll um 20 Cent auf 3,20 Euro je Aktie erhöht werden. Für das laufende Jahr peilt Airbus ein bereinigtes EBIT von 7,5 Milliarden Euro an.

Allerdings belasten anhaltende Lieferkettenprobleme die Perspektiven erheblich. Airbus verschob das Produktionsziel für die A320-Familie: Statt wie geplant früher sollen erst Ende 2027 monatlich 70 bis 75 Maschinen vom Band laufen. CEO Guillaume Faury machte Triebwerkslieferant Pratt & Whitney scharf dafür verantwortlich, die notwendigen Lieferzusagen für 2026 und 2027 nicht einhalten zu können – Airbus prüft nach eigenen Angaben rechtliche Schritte. Das Auslieferungsziel für 2025 von 820 Flugzeugen wurde mit 793 Maschinen verfehlt. Der Auftragsbestand bleibt mit 8.754 Flugzeugen robust. Zusätzlich belastete die Restrukturierung der Satellitentochter das Ergebnis 2024 mit 1,3 Milliarden Euro.

In der Triebwerksbranche sicherte sich CFM International – ein Gemeinschaftsunternehmen von GE Aerospace und dem französischen Konzern Safran – einen bedeutenden Auftrag: American Airlines bestellte Triebwerke für 85 Airbus A321neo-Jets, was CFMs Position gegenüber Konkurrent Pratt & Whitney im Narrowbody-Segment stärkt.

Frankreichs Staatsfinanzen: Ausgabenkürzungen unausweichlich

Parallel zu den Unternehmensproblemen warnt der französische Rechnungshof, die Cour des Comptes, eindringlich vor der Haushaltslage. Frankreich könne sich nicht länger auf Steuererhöhungen stützen, um das Defizit zu kontrollieren – der Fokus müsse auf Ausgabenkürzungen liegen. Das Defizitziel für 2026 von 5 Prozent des BIP gilt als „höchst unsicher

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