Resolute Mining: Sicherheitslage in Mali drückt Goldproduktion im Q2
Logistik- und Lieferkettenprobleme in Mali reduzieren die Quartalsproduktion der Syama-Goldmine deutlich unter die ursprünglichen Erwartungen.

Resolute Mining, das an der australischen Börse ASX notierte Bergbauunternehmen, erwartet für das zweite Quartal in seiner Goldmine Syama in Mali nur noch eine Produktion von 30.000 Unzen Gold. Ursprünglich hatte das Unternehmen 40.000 bis 45.000 Unzen angepeilt – ein erheblicher Rückgang, der direkt auf die angespannte Sicherheitslage im westafrikanischen Land zurückzuführen ist.
Die Probleme entstanden in den letzten vier Wochen infolge erheblicher Sicherheitsherausforderungen, die Ende April begannen und sich durch den gesamten Mai zogen. Logistik- und Lieferkettenunterbrechungen beeinträchtigten den Betrieb der Mine nachhaltig. Für das Gesamtjahr erwartet Resolute nun eine Produktion am unteren Ende der Prognosespanne von 195.000 bis 210.000 Unzen für Syama.
Ausrüstungslieferungen und Sprengstoffversorgung blockiert
Der Großteil der betrieblichen Herausforderungen resultiert aus Verzögerungen bei der Lieferung wichtiger Ausrüstung für den Abbau der höhergradigen Sulfiderzzonen innerhalb des Tagebaus A21. Die unsichere Lage auf den Verkehrswegen in Teilen Malis macht den Transport dieser Ausrüstung schwierig. Ohne die entsprechenden Maschinen kann das Unternehmen nicht auf die ertragreicheren Erzquellen zugreifen.
Auch der Untertagebau litt unter den Folgen der Sicherheitslage: Unregelmäßige Sprengleistungen und vorübergehende Unterbrechungen bei der Sprengstoffversorgung führten zu niedrigeren Gehalten als erwartet. Die Sulfidanlage musste infolgedessen verstärkt auf Lagerbestände mit geringerem Erzgehalt zurückgreifen, was die Gesamtproduktion zusätzlich belastete.
Hinzu kommt, dass die ursprünglich für Mai geplante dreiwöchige Stilllegung der Sulfidanlage und des Röstofens für Wartungsarbeiten auf Mitte Juni verschoben werden musste. Das Management verlängerte die Wartungsunterbrechung zudem um eine weitere Woche, um zusätzliche präventive Wartungsaufgaben durchzuführen. Diese verlängerte Pause soll die Verfügbarkeit der Sulfidverarbeitungsanlage langfristig erhöhen.
Maßnahmenpaket zur Stabilisierung des Betriebs
Das Management von Syama reagierte nach eigenen Angaben schnell auf die Unterbrechungen und implementierte eine Reihe von Maßnahmen in den Bereichen Bergbau, Verarbeitung und Planung. Dazu gehören die Zusammenarbeit mit wichtigen Tagebau-Auftragnehmern, um die Lieferung der Ausrüstung bis zum Ende der Wartungsunterbrechung sicherzustellen, sowie die Erhöhung der Kapazität für die Erschließung unter Tage durch zusätzliches Personal.
Parallel dazu werden die Tagebauaktivitäten beschleunigt, um Zugang zu höhergradigem Frischerz zu erhalten. Initiativen zur Optimierung der Verarbeitung sollen den Gesamtdurchsatz der Anlage im weiteren Jahresverlauf steigern. Das Unternehmen geht davon aus, dass sich die Produktion verbessern wird, sobald der Zugang zu höhergradigen Erzquellen wiederhergestellt ist und sich die Sicherheitslage im Land weiter stabilisiert.
CEO Chris Egger kommentierte die Lage wie folgt: „Die jüngste Performance in Syama lag trotz der in Mali umgesetzten bedeutenden Änderungen unter den Erwartungen. Diese Probleme sind bekannt, und unser Fokus liegt auf der Stabilisierung des Betriebs und der Wiederherstellung einer konstanten Leistung. Wichtig ist, dass das breitere Geschäft weiterhin gut läuft. Das Unternehmen bleibt cash-generativ und unterstützt laufende Investitionen in Wachstum, einschließlich der Erschließung von Doropo, die weiterhin planmäßig voranschreitet."
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Zur AktienanalyseTrotz der Schwierigkeiten in Mali zeigt sich das Gesamtportfolio von Resolute Mining widerstandsfähig. Die Produktion aus der Verarbeitung von Lagerbeständen im Mako-Betrieb in Senegal liegt weiterhin im Rahmen der Prognose für das Gesamtjahr. Der Bau des Goldprojekts Doropo in der Elfenbeinküste verläuft nach Zeitplan, wobei die Erschließungsaktivitäten planmäßig voranschreiten.
Auch die Explorations- und Studienarbeiten im gesamten Portfolio, einschließlich des Syama-Sulfid-Konversionsprojekts (SSCP), schreiten wie geplant voran und unterstützen die mittel- und langfristigen Wachstumsziele des Unternehmens. Resolute betont, dass Syama ein wichtiger Vermögenswert im Portfolio bleibe und laufende Initiativen auf die Stabilisierung des Betriebs sowie die Erschließung langfristiger Werte durch das SSCP ausgerichtet seien.
Trotz der Produktionseinbußen generiert das Unternehmen nach eigenen Angaben weiterhin starke operative Cashflows, unterstützt durch das positive Goldpreisumfeld und ein diszipliniertes Kostenmanagement. Ein detailliertes betriebliches Update will Resolute im Juli zusammen mit den Ergebnissen für das Juni-Quartal vorlegen.


