Restaurant Brands: Bill Ackmans Dividendenperle seit über einem Jahrzehnt
Hedgefonds-Legende Bill Ackman hält Restaurant Brands International seit fast 12 Jahren – und kassiert jährlich rund 58 Millionen Dollar Dividende.

Bill Ackman, Gründer von Pershing Square Capital Management, ist für seinen äußerst selektiven Investmentstil bekannt. Sein Hedgefonds hält laut der jüngsten 13F-Meldung für das erste Quartal lediglich etwa ein Dutzend Aktien – deutlich weniger als die meisten vergleichbaren Fonds. Eine dieser Positionen ist Restaurant Brands International (Ticker: QSR), die er seit fast 12 Jahren im Portfolio hält.
Restaurant Brands International ist der Mutterkonzern hinter bekannten Schnellrestaurant-Ketten wie Burger King, Tim Hortons, Popeyes und Firehouse Subs. Auf den ersten Blick mag die Aktie in einem Portfolio, das auch Amazon, Microsoft, Alphabet und Meta Platforms enthält, fehl am Platz wirken. Doch Ackman sieht in dem Unternehmen besondere Qualitäten, die er in seinem Jahresbericht an die Aktionäre klar beschrieben hat.
„Das franchisierte Geschäftsmodell von QSR ist eine hochwertige, kapitalschonende, wachsende Annuität, die margenstarke Markenlizenzgebühren von seinen vier führenden Marken generiert", schrieb Ackman. Damit meint er, dass das Unternehmen stetige, verlässliche Erträge bei sehr geringem Gemeinkostenaufwand liefert – denn der Großteil der Einnahmen stammt aus Lizenz- und Franchisegebühren, nicht aus dem direkten Betrieb von Restaurants.
Rund 58,8 Millionen Dollar Dividende pro Jahr
Ein zentraler Grund für Ackmans langfristiges Engagement ist die attraktive Dividende. Restaurant Brands schüttet 0,65 US-Dollar pro Aktie und Quartal aus – eine Dividende, die seit 10 aufeinanderfolgenden Jahren jährlich erhöht wurde. Die aktuelle Dividendenrendite liegt bei 3,49 Prozent und ist damit rund dreimal so hoch wie die durchschnittliche Dividendenrendite im S&P 500.
Zum Ende des ersten Quartals hielt Ackman 22,6 Millionen Aktien von QSR – die fünftgrößte Position in Pershing Squares Portfolio und rund 14 Prozent des Gesamtportfolios. Bei einer vierteljährlichen Dividende von 0,65 Dollar je Aktie ergibt das etwa 17,7 Millionen Dollar pro Quartal oder rund 58,8 Millionen Dollar an Dividendeneinnahmen pro Jahr. Gerade in einem Marktumfeld mit schwankenden und volatilen Renditen ist diese Verlässlichkeit ein klarer Vorteil.
Burger King im Turnaround – gemischte Ergebnisse im zweiten Quartal
Am 6. August veröffentlichte Restaurant Brands seine Ergebnisse für das zweite Quartal 2025. Das Unternehmen übertraf sowohl die Umsatz- als auch die Gewinnerwartungen: Der Umsatz stieg um 5 Prozent auf 2,5 Milliarden US-Dollar, der bereinigte Gewinn je Aktie kletterte um 14 Prozent auf 1,07 Dollar. Das systemweite Umsatzwachstum lag bei 6,4 Prozent, die vergleichbaren Umsätze stiegen um 3,8 Prozent.
Besonders positiv stach Burger King hervor: Die Kette verzeichnete einen Anstieg der vergleichbaren Umsätze um 8,6 Prozent sowie ein Plus beim operativen Ergebnis von 13 Prozent. Der Turnaround bei der weltbekannten Burger-Kette scheint damit real und greifbar. Allerdings wurden diese Fortschritte durch schwächere Zahlen bei anderen Marken teilweise ausgeglichen.
Popeyes verzeichnete einen Rückgang der vergleichbaren Umsätze um 5,2 Prozent sowie ein Minus beim operativen Ergebnis von 5,4 Prozent. Tim Hortons, der profitabelste Unternehmensteil mit einem bereinigten operativen Ergebnis von 287 Millionen Dollar, wuchs bei den vergleichbaren Umsätzen nur um 0,1 Prozent. Diese gemischten Ergebnisse unter den einzelnen Ketten könnten einige Anleger verunsichert haben – der Aktienkurs von QSR notierte nach den Zahlen rund 2 Prozent im Minus.
Hinzu kommt, dass das Unternehmen zwar seine Jahresprognose bestätigte, diese jedoch nicht anhob. Angesichts des starken Turnarounds bei Burger King könnte das von manchen Marktteilnehmern als Warnsignal interpretiert worden sein.
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Zur AktienanalyseInternationales Wachstum und moderate Bewertung sprechen für einen Einstieg
Trotz des kurzfristigen Kursrückgangs sprechen mehrere Faktoren für die Aktie. Das internationale Geschäft wuchs im zweiten Quartal um 9,8 Prozent beim Umsatz und erzielte ein Plus von 13,2 Prozent beim operativen Ergebnis – das stärkste Wachstum aller Segmente. Mit einem bereinigten operativen Ergebnis von 194 Millionen Dollar ist das internationale Segment das zweitprofitabelste nach Tim Hortons.
Die Bewertung erscheint moderat: Auf Basis der erwarteten Gewinne liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für das kommende Jahr bei 13. Wall-Street-Analysten erwarten, dass die Aktie in den nächsten 12 Monaten um rund 15 Prozent steigen wird, bei einem mittleren Kursziel von 85 US-Dollar je Aktie. Zusammen mit der attraktiven Dividendenrendite von 3,49 Prozent ergibt sich damit eine potenziell solide Gesamtrendite für langfristig orientierte Anleger.


