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Rheinmetall: Schwacher Jahresstart trotz solider Auftragslage

Der DAX-Rüstungskonzern verfehlt im ersten Quartal die Umsatzerwartungen der Analysten deutlich – hält aber an seiner Jahresprognose fest.

Rheinmetall: Schwacher Jahresstart trotz solider Auftragslage

Rheinmetall ist schwächer als erwartet ins Jahr 2026 gestartet. Der Düsseldorfer Rüstungskonzern steigerte seinen Umsatz im ersten Quartal zwar um acht Prozent auf 1,94 Milliarden Euro – doch Analysten hatten im Schnitt mit 2,3 Milliarden Euro deutlich mehr erwartet. Damit bleibt das Wachstumstempo spürbar hinter dem Vorjahresniveau zurück.

Beim operativen Ergebnis sieht das Bild etwas freundlicher aus: Es legte um 17 Prozent auf 224 Millionen Euro zu. Die daraus resultierende operative Umsatzrendite verbesserte sich auf 11,6 Prozent, nach 10,5 Prozent im Vorjahreszeitraum. Laut Rheinmetall traf diese Marge die Erwartungen der Analysten.

Aufholjagd im zweiten Quartal erwartet

Das Unternehmen gibt sich für die kommenden Monate zuversichtlich. Im zweiten Quartal soll das Umsatzwachstum deutlich an Fahrt aufnehmen. Als Treiber nennt Rheinmetall zwei konkrete Faktoren: In der Sparte „Waffe und Munition" sollen nach dem Anlaufen der Produktion im spanischen Murcia höhere Auslieferungsmengen möglich werden. Zudem plant die Bundeswehr, bereits vorproduzierte Lastwagen in diesem Zeitraum abzunehmen.

Für das erste Halbjahr insgesamt stellt Rheinmetall einen „ähnlichen Wachstumspfad" wie im Vorjahr in Aussicht. Damals war der Umsatz um 37 Prozent gestiegen – allerdings vor allem dank eines sehr starken ersten Quartals. Die Ausgangslage ist diesmal also umgekehrt: Das Wachstum soll sich stärker auf das zweite Quartal konzentrieren.

Jahresprognose bleibt unverändert

An der Gesamtjahresprognose hält Rheinmetall unverändert fest. Der Konzern peilt für 2026 ein Umsatzwachstum von 40 bis 45 Prozent an, bei einer operativen Umsatzrendite von rund 19 Prozent. Das sind ambitionierte Ziele, die eine erhebliche Beschleunigung im weiteren Jahresverlauf voraussetzen.

Rückenwind liefert dabei das prall gefüllte Auftragsbuch: Rheinmetall sitzt nach eigenen Angaben auf einem Auftragsbestand von 73 Milliarden Euro – ein Plus von 31 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese Kennzahl unterstreicht die anhaltend hohe Nachfrage nach Rüstungsgütern, die durch die geopolitischen Spannungen in Europa weiter befeuert wird.

Die vollständigen Quartalszahlen will Rheinmetall am Donnerstag veröffentlichen. Anleger dürften dann besonders auf Details zur Entwicklung der einzelnen Sparten sowie auf mögliche Kommentare zum weiteren Auftragseingang achten.

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