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Rigel Pharmaceuticals steigt nach Lizenzvereinbarung für Brustkrebsmittel Veppanu

Eine weltweite Lizenzvereinbarung für das Brustkrebsmedikament Veppanu treibt die Rigel-Aktie vorbörslich um 6,6 Prozent nach oben.

Rigel Pharmaceuticals steigt nach Lizenzvereinbarung für Brustkrebsmittel Veppanu

Die Aktien von Rigel Pharmaceuticals Inc. (NASDAQ: RIGL) legten am Dienstag im vorbörslichen Handel um 6,6 Prozent auf 27,94 US-Dollar zu. Auslöser war die Bekanntgabe einer weltweiten Lizenzvereinbarung für Veppanu, ein kürzlich zugelassenes Medikament zur Behandlung von Brustkrebs. Das Mittel wurde ursprünglich von Arvinas Inc. (NASDAQ: ARVN) und Pfizer Inc. (NYSE: PFE) entwickelt.

Veppanu ist für Patienten mit fortgeschrittenem Brustkrebs zugelassen, deren Tumore eine spezifische genetische Mutation aufweisen. Die behördliche Zulassung des Medikaments erfolgte bereits vor dem Abschluss der Lizenztransaktion. Rigel sichert sich damit ein bereits marktreifes Präparat mit klar definierter Patientengruppe.

Die finanziellen Konditionen der Vereinbarung

Im Rahmen der Lizenzvereinbarung wird Rigel eine Vorabzahlung in Höhe von 70 Millionen US-Dollar leisten. Zusätzlich sind weitere 15 Millionen US-Dollar fällig, sobald bestimmte Übergangsaktivitäten abgeschlossen sind. Arvinas und Pfizer haben darüber hinaus Anspruch auf Meilensteinzahlungen von bis zu 320 Millionen US-Dollar sowie auf gestaffelte Lizenzgebühren, die sich an den künftigen Umsätzen mit Veppanu orientieren.

Das Gesamtvolumen der potenziellen Zahlungen – bestehend aus Vorabzahlung, Übergangszahlung und Meilensteinen – beläuft sich damit auf bis zu 405 Millionen US-Dollar, zuzüglich der umsatzabhängigen Royalties. Für Rigel bedeutet die Transaktion eine erhebliche finanzielle Verpflichtung, die jedoch durch das Marktpotenzial des bereits zugelassenen Medikaments gerechtfertigt erscheint.

Analysten sehen strategische Logik

Das US-amerikanische Analysehaus Truist kommentierte die Partnerschaft positiv und erklärte, die Vereinbarung sei angesichts der tiefgreifenden Expertise von Rigel im Bereich Onkologie sinnvoll. Eine Änderung der Einstufung oder des Kursziels für die Rigel-Aktie gab Truist jedoch nicht bekannt.

Die Transaktion unterstreicht die strategische Ausrichtung von Rigel auf den Onkologie-Bereich. Für deutsche Anleger ist Rigel Pharmaceuticals ein mittelgroßes US-Biotechunternehmen, das an der Nasdaq gelistet ist und sich auf die Entwicklung und Vermarktung von Medikamenten für schwere Erkrankungen spezialisiert hat.

Trotz des positiven Impulses durch die Lizenzvereinbarung steht die Aktie unter erheblichem Druck: Zum Handelsschluss am Montag verzeichneten die Rigel-Aktien im bisherigen Jahresverlauf ein Minus von 38,8 Prozent. Die vorbörslichen Kursgewinne am Dienstag markieren damit eine erste Gegenbewegung nach einer langen Schwächephase.

Ob die Lizenzvereinbarung für Veppanu eine nachhaltige Trendwende einleiten kann, bleibt abzuwarten. Entscheidend wird sein, wie erfolgreich Rigel das Medikament vermarkten und welche Umsätze das Unternehmen mit dem Brustkrebspräparat erzielen kann.

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