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Rio Tinto plant Mega-Deal: Glencore-Übernahme setzt BHP unter Druck

Der Bergbauriese Rio Tinto verhandelt über die Übernahme von Glencore. Die potenzielle Fusion könnte einen der größten M&A-Deals aller Zeiten werden und den Branchenführer BHP zum Handeln zwingen.

Rio Tinto plant Mega-Deal: Glencore-Übernahme setzt BHP unter Druck

Der britisch-australische Bergbaukonzern Rio Tinto führt Gespräche über die Übernahme des Schweizer Rohstoffhändlers Glencore. Die mögliche Transaktion könnte ein Unternehmen mit einem Gesamtwert von fast 207 Milliarden US-Dollar schaffen und würde Rio Tinto zum weltweit größten Bergbaukonzern machen.

Experten sehen in dem geplanten Zusammenschluss einen Wendepunkt für die gesamte Branche. "Dies ist ein weiteres Beispiel dafür, dass sich der Bergbausektor konsolidiert und die großen Unternehmen gezwungen sind, Unternehmensmaßnahmen zur Wertschöpfung zu ergreifen", erklärt Mark Kelly, CEO des Beratungsunternehmens MKI Global.

BHP könnte als Störenfried auftreten

Analysten und Investmentbanker sehen den aktuellen Branchenführer BHP unter Zugzwang. Der australische Konzern mit einer Marktkapitalisierung von 161 Milliarden US-Dollar gilt als wahrscheinlichster Gegenbieter. "Der wahrscheinlichste Gegenbieter bei diesem Deal ist BHP", bestätigt Richard Hatch, Analyst bei Berenberg.

Sollte BHP nicht eingreifen, könnte das Unternehmen gezwungen sein, eine alternative Übernahme zu prüfen, um seine Marktführerschaft zu verteidigen. Bankenquellen zufolge betrachtet BHP Glencores Portfolio jedoch als zu diversifiziert und würde von Anlagenverkäufen profitieren.

Kupferhunger treibt Konsolidierung

Die geplante Fusion ist Teil einer breiteren Konsolidierungswelle im Bergbausektor. Im September 2024 kündigte bereits Anglo American die Fusion mit der kanadischen Teck Resources an - damals die zweitgrößte M&A-Transaktion der Branche. Diese Transaktion wartet noch auf die behördliche Genehmigung.

Der Drang nach Größe wird durch die steigende Nachfrage nach Kupfer angetrieben, das für die Energiewende und Elektromobilität unverzichtbar ist. Banker erwarten, dass dieser Trend weitere Mega-Deals im Jahr 2026 befeuern könnte.

Kartellrechtliche Hürden erwartet

Unabhängig vom Ausgang der Verhandlungen werden die Aufsichtsbehörden mit ziemlicher Sicherheit Veräußerungen fordern, um Wettbewerbsbedenken auszuräumen. Je nach endgültigem Wert könnte die Rio Tinto-Glencore-Transaktion zu den zehn größten M&A-Deals aller Zeiten zählen.

Die kommenden Wochen dürften entscheidend sein für die Neuordnung der globalen Bergbaulandschaft. Alle Augen richten sich nun auf BHP und die Frage, ob der Konzern seine Marktführerschaft kampflos aufgeben wird.

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