Rio Tinto senkt Produktion in Yarwun deutlich
Konzern verlängert Minenlaufzeit und prüft Optionen für künftige Modernisierungen

Rio Tinto plant eine deutliche Reduzierung der Produktion in der Yarwun-Alumina-Raffinerie im australischen Queensland. Das Unternehmen kündigte eine Senkung der Ausbringungsmenge um 40 Prozent ab Oktober 2026 an. Die Maßnahme betrifft einen wesentlichen Teil der bestehenden Kapazitäten und basiert auf der aktuellen Bewertung der zur Verfügung stehenden Abraumflächen. Nach Angaben des Unternehmens wird erwartet, dass die Rückstandsanlage der Mine bei unveränderter Produktionsrate ihre Kapazitätsgrenze bis 2031 erreichen würde. Die Anpassung soll die Nutzungsdauer der Mine deutlich verlängern und mehr Zeit für die Prüfung verschiedener strategischer Optionen schaffen.
Die geplante Reduzierung entspricht einer jährlichen Einsparung von rund 1,2 Millionen Tonnen aus einer bisherigen Gesamtproduktion von 3 Millionen Tonnen Alumina. Rio Tinto sieht darin eine Möglichkeit, den Betrieb bis 2035 fortzuführen und gleichzeitig Voraussetzungen für langfristige Weiterentwicklungen zu schaffen. Parallel dazu sollen potenzielle Modernisierungen und alternative Lösungen für die Abraumverwaltung untersucht werden. Die Entscheidung ist Teil eines umfangreicheren Prüfprozesses zur Struktur des Standorts und der regionalen Versorgungssicherheit.
Die Reduktion hat auch Auswirkungen auf die Beschäftigung. Von den insgesamt 725 Arbeitsplätzen in der Raffinerie sind 180 Stellen betroffen. Das Unternehmen teilte mit, dass entsprechende Gespräche mit den Beschäftigten eingeleitet wurden. Interne Übergangsmaßnahmen und Unterstützungsangebote sollen helfen, die Veränderungen abzufedern. Weitere Bereiche innerhalb des Konzerns sollen laut Rio Tinto keine Einschränkungen erfahren.
Nach Unternehmensangaben bleiben Kundenanforderungen weiterhin gewährleistet. Rio Tinto erklärte, dass bestehende Verträge und Lieferzusagen erfüllt werden können und die Anpassung der Produktion keine Auswirkungen auf andere Geschäftssegmente habe. Die Maßnahme konzentriert sich ausschließlich auf die Yarwun-Raffinerie, deren Standortstruktur, Rohstoffbeschaffung und Abraumkapazitäten die Entscheidung maßgeblich beeinflusst haben.
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Zur AktienanalyseDie Raffinerie ist Teil des Alumina- und Aluminiumgeschäfts von Rio Tinto und zählt zu den zentralen Verarbeitungsstätten des Konzerns in Australien. Neben der Produktion von Tonerde dient sie der Aufbereitung von Bauxit aus umliegenden Minen. Die geplante Produktionskürzung steht damit in engem Zusammenhang mit der langfristigen strategischen Ausrichtung des Unternehmens. In den kommenden Monaten sollen weitere Analysen Aufschluss darüber geben, ob zusätzliche Maßnahmen erforderlich werden könnten oder Modernisierungsinvestitionen sinnvoll erscheinen.


