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Rio Tinto und BHP planen Eisenerz-Kooperation in Australien

Die Bergbaugiganten Rio Tinto und BHP wollen in Westaustralien beim Abbau von bis zu 200 Millionen Tonnen Eisenerz zusammenarbeiten. Die Förderung soll Anfang der 2030er Jahre beginnen.

Rio Tinto und BHP planen Eisenerz-Kooperation in Australien

Die beiden weltweit größten Eisenerzproduzenten Rio Tinto und BHP haben eine weitreichende Kooperation für ihre Bergbauaktivitäten in der Pilbara-Region angekündigt. Laut einer gemeinsamen Mitteilung vom Donnerstag unterzeichneten die Konzerne ein unverbindliches Memorandum of Understanding (MoU) für den gemeinsamen Abbau von bis zu 200 Millionen Tonnen Eisenerz.

Wunbye und Yandi im Fokus

Im Zentrum der Zusammenarbeit stehen die benachbarten Betriebe Yandicoogina von Rio Tinto und Yandi von BHP in Westaustralien. Die Vereinbarung sieht vor, dass Rio Tintos Wunbye-Lagerstätte erschlossen wird und BHP Erz aus seiner Yandi-Mine zur Verarbeitung an Rio liefern kann. Diese Konstellation ermöglicht beiden Unternehmen eine effizientere Nutzung ihrer Infrastruktur und Ressourcen.

Die Bergbauriesen planen zunächst eine konzeptionelle Studie zu beiden Lagerstätten, gefolgt von einer detaillierten Größenordnungsstudie. Nach aktueller Planung soll das erste Eisenerz aus beiden Vorkommen Anfang des nächsten Jahrzehnts gefördert werden.

Bewährte Partnerschaft wird fortgesetzt

Für Rio Tinto und BHP ist die Kooperation keine Premiere. Die beiden Schwergewichte der Rohstoffbranche haben bereits mehrfach erfolgreich zusammengearbeitet. Zuletzt einigten sie sich 2023 auf den gemeinsamen Abbau von Erz aus einem Grenzgebiet bei einem anderen Pilbara-Projekt. Diese bewährte Partnerschaft wird nun auf die Wunbye- und Yandi-Lagerstätten ausgeweitet.

Zeitpunkt der Ankündigung bemerkenswert

Die Kooperation erfolgt in einer Phase strategischer Neuausrichtung für Rio Tinto. Nur wenige Tage vor der Ankündigung bestätigte der Konzern Übernahmegespräche mit dem Rohstoffhändler Glencore. Eine solche Fusion würde eines der weltweit größten und am stärksten diversifizierten Bergbauunternehmen schaffen und die globale Rohstofflandschaft nachhaltig verändern.

Die Pilbara-Region in Westaustralien gilt als eine der ergiebigsten Eisenerz-Provinzen weltweit und ist für beide Unternehmen von strategischer Bedeutung. Die geplante Zusammenarbeit unterstreicht die Bedeutung dieser Region für die globale Eisenerzversorgung und könnte als Blaupause für weitere Kooperationen im Bergbausektor dienen.

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