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Rivian entwickelt geheime Varianten des günstigeren R2-Elektroautos

CEO RJ Scaringe bestätigt unangekündigte R2-Varianten – kurz nach dem Start der Serienproduktion des erschwinglicheren SUVs.

Rivian entwickelt geheime Varianten des günstigeren R2-Elektroautos

Rivian arbeitet an bisher nicht angekündigten Varianten seines R2-Elektrofahrzeugs. Das bestätigte CEO RJ Scaringe in einem Interview mit Reuters – nur wenige Tage nach dem offiziellen Start der Serienproduktion der kleineren und günstigeren SUVs. Der Auslieferungsbeginn der R2-Modelle ist für etwa Juni geplant.

„Es gibt weitere Varianten des R2, die wir noch nicht gezeigt haben", sagte Scaringe auf die Frage nach einer möglichen Pickup-Variante des R2. Konkrete Details zu den weiteren Modellen nannte er jedoch nicht. „Ich möchte vorsichtig sein und das Programm noch nicht offiziell ankündigen", so der CEO.

Scaringe verwies dabei auf ein neues Werk in Georgia, in dem Rivian die R2-Produktion künftig ausweiten will. „Was wir in Georgia aufbauen, ermöglicht verschiedene Variationen", erklärte er. Auf die Frage nach einer sportlichen Variante deutete er an: „Es könnte also offensichtlich einen R2X geben. Es wird Kombinationen geben."

Preisgestaffelte Modellpalette für den Massenmarkt

Rivian hatte im März verschiedene Ausstattungsvarianten des R2-SUV angekündigt. Den Anfang macht ein Modell zum Preis von 58.000 US-Dollar, dem im weiteren Jahresverlauf sowie 2027 günstigere Versionen folgen sollen. Besonders im Fokus steht eine mit Spannung erwartete Variante für 45.000 US-Dollar mit einer Reichweite von über 275 Meilen (rund 443 Kilometer), die bis Ende 2027 verfügbar sein soll.

Analysten sehen in der erfolgreichen Markteinführung des R2 einen entscheidenden Schritt für Rivian, um den Kundenkreis vom Premiumsegment in den Massenmarkt auszuweiten. Andres Sheppard, Analyst bei Cantor Fitzgerald, schrieb nach den jüngsten Quartalsergebnissen, der R2 dürfte den Absatz „erheblich steigern" und „zusätzliche Marktanteile im Elektrofahrzeugsektor gewinnen" – unterstützt durch den niedrigeren Preis und autonome Funktionen.

Rivians eigene Prognose sieht für dieses Jahr einen Anstieg der Auslieferungen um 53 Prozent vor. Bei stabiler Nachfrage und einem reibungslosen Produktionshochlauf impliziert das rund 22.000 bis 23.000 R2-Auslieferungen allein in diesem Jahr.

Uber-Deal und schwieriges Marktumfeld

Der R2 spielt auch eine zentrale Rolle im Robotaxi-Deal zwischen Rivian und Uber im Wert von 1,25 Milliarden US-Dollar. Der Fahrdienstvermittler plant, ab 2028 mit dem Einsatz von 10.000 vollautonomen R2-Fahrzeugen zu beginnen.

Rivian steht dabei vor einem herausfordernden Marktumfeld: Die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen in den USA hat durch den Wegfall wichtiger Steuergutschriften einen Dämpfer erhalten. Hohe Benzinpreise haben das Interesse an batteriebetriebenen Fahrzeugen zwar teilweise gestützt, doch die anhaltend hohen Kreditkosten belasten die Kaufbereitschaft vieler Verbraucher.

Erschwingliche Elektroautos gelten in der Branche dennoch als Lichtblick. Rivian, das neben seinen Pkw-Modellen auch elektrische Lieferwagen primär für Amazon produziert, hatte 2021 zunächst den R1T-Pickup auf den Markt gebracht, gefolgt vom R1S-SUV. Mit der neuen Mittelklasse-Plattform hat das Unternehmen nun den R2-SUV sowie den kleineren Crossover R3 und die Performance-Variante R3X angekündigt – und offenbar noch mehr in der Pipeline.

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