Rivian übertrifft Auslieferungserwartungen – E-Auto-Nachfrage stabilisiert sich
Der US-Elektroautohersteller Rivian lieferte im ersten Quartal 2025 mehr Fahrzeuge aus als erwartet.

Rivian Automotive hat im ersten Quartal 2025 insgesamt 10.365 Fahrzeuge ausgeliefert und damit die Analystenerwartungen von 9.678 Einheiten deutlich übertroffen. Der in Irvine, Kalifornien, ansässige Hersteller von Elektro-SUVs und Pickup-Trucks signalisiert damit eine Stabilisierung der Nachfrage. Gleichzeitig bestätigte das Unternehmen seine Jahresprognose von 62.000 bis 67.000 Auslieferungen.
Auch auf der Produktionsseite überzeugte Rivian: Im Märzquartal fertigte das Unternehmen 10.236 Fahrzeuge – mehr als die prognostizierten 9.852. Die starken Quartalszahlen kommen zu einem günstigen Zeitpunkt, denn Rivian steht vor dem Marktstart seines neuen, günstigeren R2-Modells, das noch in diesem Frühjahr ausgeliefert werden soll.
Im Dezemberquartal hatte der Absatz noch gelitten: Eine US-Bundessteuergutschrift von 7.500 Dollar für Elektrofahrzeuge war im September ausgelaufen, was die Preise effektiv erhöhte und einen wichtigen Kaufanreiz wegfallen ließ. Die nun stabilisierten Zahlen deuten darauf hin, dass sich der Markt von diesem Einschnitt erholt.
Günstigeres R2-Modell und Uber-Partnerschaft als Wachstumstreiber
Das neue R2-Modell soll ab rund 45.000 Dollar erhältlich sein und damit direkt mit Teslas meistverkauftem Model Y konkurrieren, das ab 44.990 Dollar angeboten wird. Rivian erwartet, mit dem R2 seinen Kundenstamm erheblich zu erweitern. Die günstigste R2-Variante wird voraussichtlich im kommenden Jahr auf den Markt kommen.
Einen weiteren Wachstumsimpuls liefert eine im vergangenen Monat geschlossene Partnerschaft mit dem Fahrdienstvermittler Uber. Uber investiert bis zu 1,25 Milliarden Dollar in Rivian und plant, ab 2028 vollautonome R2-SUVs als Robotaxis einzusetzen. Diese Vereinbarung könnte Rivians Absatzvolumen langfristig erheblich steigern.
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Zur AktienanalyseZusätzlichen Rückenwind erhält der Elektroautomarkt durch gestiegene US-Benzinpreise seit Beginn des Iran-Krieges im Februar 2025. Analysten erwarten, dass höhere Kraftstoffkosten mehr Käufer in Richtung Elektromobilität lenken – ein Trend, von dem neben Rivian auch Tesla profitieren dürfte.
Rivian wird seine vollständigen Quartalsergebnisse am 30. April nach Börsenschluss veröffentlichen. Für deutsche Anleger, die den US-Elektrofahrzeugmarkt beobachten, bieten die Auslieferungsdaten einen ersten wichtigen Hinweis auf die finanzielle Entwicklung des Unternehmens.


