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Rocket Lab Aktie fällt 14%: Jetzt eine Kaufgelegenheit?

Nach einem Kursrückgang von 14% vom 52-Wochen-Hoch rückt Rocket Lab wieder in den Fokus langfristiger Investoren.

Rocket Lab Aktie fällt 14%: Jetzt eine Kaufgelegenheit?

Die Aktie von Rocket Lab (RKLB) hat seit ihrem Hoch von fast 100 US-Dollar Mitte Januar deutlich nachgegeben. Ein geplatzter Treibstofftank während eines Drucktests sorgte für Schlagzeilen und drückte den Kurs um rund 14% vom 52-Wochen-Hoch. Doch für langfristig orientierte Anleger könnte genau dieser Rücksetzer eine attraktive Einstiegsgelegenheit darstellen.

Rocket Lab hat sich in der Raumfahrtbranche eine klare Nische erarbeitet. Mit seiner Electron-Trägerrakete für kleine Nutzlasten ist das Unternehmen der am zweithäufigsten genutzte Startdienstleister in den Vereinigten Staaten – direkt hinter dem Branchenriesen SpaceX. Das Ziel ist klar: Mit der neuen, wiederverwendbaren Neutron-Rakete will Rocket Lab künftig auch im Segment mittelschwerer Nutzlasten konkurrieren und damit deutlich höhere Erlöse pro Start erzielen.

Rückschlag durch geplatzten Treibstofftank

Im Januar erlitt das Unternehmen einen empfindlichen Rückschlag: Beim hydrostatischen Drucktest der ersten Stufe der Neutron-Rakete barst ein Treibstofftank. Die gute Nachricht ist, dass der Defekt vor einem tatsächlichen Start entdeckt wurde. Die schlechte Nachricht: Der geplante Erststart der Neutron verschiebt sich dadurch auf das vierte Quartal 2026. Damit verzögern sich auch größere Starts um mindestens einige weitere Quartale – ein wesentlicher Grund für den Kursrückgang seit Januar.

Trotz dieses Rückschlags bleibt das operative Geschäft von Rocket Lab auf Wachstumskurs. Mitte März unterzeichnete das Unternehmen einen Vertrag im Wert von 190 Millionen US-Dollar für 20 Hyperschall-Testflüge mit der HASTE-Trägerrakete, einer suborbitalen Variante der Electron-Rakete. Dieser Auftrag unterstreicht die wachsende Bedeutung von Rocket Lab im Bereich Verteidigung und nationale Sicherheit.

Neue Verträge stärken den Auftragsbestand

Am 9. April folgte eine weitere positive Meldung: Rocket Lab unterzeichnete eine Vereinbarung über drei Electron-Starts für den japanischen Satellitenhersteller und -betreiber Q-Shu Pioneers of Space (iQPS) ab dem Jahr 2028. iQPS ist mit insgesamt 15 vertraglich vereinbarten Missionen bereits zu einem bedeutenden Kunden von Rocket Lab geworden. Zusätzlich zu den Starts liefert Rocket Lab an iQPS auch sogenannte Motorized Lightband-Trennsysteme, die zum Aussetzen von Satelliten im Orbit eingesetzt werden.

Diese Komponenten sind Teil des wachsenden Geschäftsfelds Weltraumsysteme, das Design, Fertigung, Software und Komponenten für Raumfahrzeuge umfasst. Dieses Segment entwickelt sich zunehmend zum Wachstumsmotor des Unternehmens und macht bereits 74% des gesamten Auftragsbestands aus. Der Gesamtauftragsbestand von Rocket Lab beläuft sich aktuell auf 1,85 Milliarden US-Dollar, wobei Startdienstleistungen die verbleibenden 26% abdecken.

Analysten erwarten starkes Umsatzwachstum

Die Wachstumsperspektiven für Rocket Lab bleiben trotz des kurzfristigen Rückschlags intakt. Analysten prognostizieren, dass der Umsatz im laufenden Jahr auf 870 Millionen US-Dollar steigen soll – und bis 2027 auf 1,2 Milliarden US-Dollar anwächst. Sobald die Neutron-Rakete erfolgreich startet, dürfte dies zusätzliche positive Impulse für Gewinn und Margen liefern.

Auch das Marktumfeld spielt Rocket Lab in die Karten: Der für Mitte 2026 geplante Börsengang von SpaceX sorgt bei Investoren für wachsendes Interesse an der gesamten Raumfahrtwirtschaft. Rocket Lab positioniert sich dabei als einer der wenigen börsennotierten Titel, über den Anleger direkt an der Entwicklung der Weltraumökonomie partizipieren können. Für Investoren mit einem langfristigen Horizont und Überzeugung in das Wachstumspotenzial der Raumfahrtbranche erscheint der aktuelle Kursrückgang daher als potenziell attraktiver Einstiegspunkt.

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